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Liebe Leserinnen und Leser,
nicht jeder profitiert gleichermaßen von Änderungen des Lebensstils zur Gewichtsreduktion. Um die Erfolgsaussichten vor Beginn einer entsprechenden Intervention vorherzusagen, haben Forschende der Universität Hohenheim daher mithilfe Künstlicher Intelligenz ein Prognose-Modell entwickelt. Dafür verwendeten sie klinische Daten sowie Informationen zum Darmmikrobiom und Blutmetabolom von 50 Menschen mit Adipositas. Auf Grundlage dieser Messparameter entwickelten die Forschenden einen Algorithmus, der mit hoher Genauigkeit vorhersagen konnte, welche Personen besonders stark von einem Programm aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie profitieren würden und welche nicht. Langfristig könnte dies helfen, Betroffene mit voraussichtlich geringem Nutzen frühzeitig einer medikamentösen oder bariatrischen Therapie zuzuweisen.
Dass eine kohlenhydratarme Ernährungsanpassung über die Gewichtsabnahme hinaus zusätzliche metabolische Vorteile haben kann, legt eine randomisierte Studie aus den USA nahe. Bei 55 Erwachsenen mit Adipositas, Prädiabetes und steatotischer Lebererkrankung führten eine ketogene, eine mediterrane sowie eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit hohem Kohlenhydrat- und geringem Fettgehalt nach fünf Monaten jeweils zu einem ähnlichen Gewichtsverlust von rund zehn Prozent. Unter ketogener Ernährung nahm der Leberfettanteil jedoch stärker ab – um 67 Prozent gegenüber 45 Prozent unter den beiden Vergleichsdiäten. Auch die Blutzuckerkontrolle verbesserte sich ausgeprägter. So bildete sich bei der Hälfte der Teilnehmenden, die sich kohlenhydratarm ernährten, der Prädiabetes zurück.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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