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Liebe Leserinnen und Leser,
eine groß angelegte Analyse bestätigt einen genetischen Zusammenhang zwischen Typ‑2‑Diabetes und Bluthochdruck. Auf Basis von mehr als 1300 genetischen Varianten, die mit beiden Erkrankungen in Verbindung stehen, identifizierten Forschende vier Cluster von DNA-Varianten. Diese hängen mit dem Metabolischen Syndrom, einer eingeschränkten Funktion der Betazellen, Adipositas sowie Gefäßfunktionsstörungen zusammen. Daraus abgeleitete polygene Risiko-Scores ermöglichen es, Personen mit deutlich erhöhtem Komorbiditätsrisiko bereits bei Erstdiagnose eines Diabetes oder einer Hypertonie zu erkennen und so eine frühe Behandlung in Betracht zu ziehen.
Eine Studie zu Oxytocin liefert neue Einblicke in die Steuerung sozialer Verhaltensweisen. Eine internationale Forschungsgruppe konnte im medialen präfrontalen Kortex von Ratten einen Oxytocin-sensitiven Schaltkreis beschreiben, in dem vorwiegend hemmende Interneurone soziale Annäherung fördern. Das erreichen die Interneurone, indem sie Nervenzellen, die Signale an die Amygdala senden, dämpfen und so angstbezogene Signale abschwächen. Der prosoziale Effekt blieb selbst bei Hunger erhalten, was auf einen spezialisierten Schaltkreis für soziale Interaktionen hinweist und neue Ansätze zur Erforschung sozialer Dysfunktionen bei psychischen Erkrankungen bietet.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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