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Liebe Leserinnen und Leser,
aktuelle Modellierungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK prognostizieren einen deutlichen Anstieg der Demenzfälle in Deutschland von derzeit etwa 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen im Jahr 2060. Maßgeblicher Treiber ist die steigende Lebenserwartung. Gleichzeitig zeigt sich ein erhebliches Präventionspotenzial: Durch die Kontrolle kardiovaskulärer Risikofaktoren, höhere Bildung, Rauchverzicht sowie die Behandlung von Hörstörungen könnte ein erheblicher Anteil der Neuerkrankungen vermieden werden.
Vor diesem Hintergrund unterstreichen neue Daten zur biologischen Alterung die Relevanz sozialer Determinanten für die Geschwindigkeit des Alterns. Eine Metaanalyse von 140 Studien zeigt, dass ein niedriger sozioökonomischer Status und Diskriminierung mit einer beschleunigten epigenetischen Alterung assoziiert sind. Besonders sensitiv reagieren moderne epigenetische Uhren der zweiten und dritten Generation. Auch Kinder, die unter schlechteren sozioökonomischen Bedingungen aufwachsen, weisen bereits Anzeichen einer schnelleren biologischen Alterung auf, wenn neuere epigenetische Uhren angewendet werden.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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