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Liebe Leserinnen und Leser,
eine britische Arbeitsgruppe hat ein digitales Zwillingsmodell entwickelt, das den Einfluss psychosozialer Faktoren auf das Risiko für Typ‑2‑Diabetes simuliert. Auf Basis der Daten von 19.774 Erwachsenen aus der UK Biobank zeigt das Modell, dass Einsamkeit, Schlaflosigkeit und psychische Erkrankungen jeweils mit einem um rund 35 Prozentpunkte erhöhten Risiko für Typ‑2‑Diabetes assoziiert sind. Treten alle drei Faktoren gemeinsam auf, steigt das absolute Risiko um 78 Prozentpunkte. Die Studie deckte zudem starke Zusammenhänge zwischen stressbedingten Faktoren und Ernährungsgewohnheiten auf. Da das Modell keine medizinischen Tests erfordert, könnte es sich nach Ansicht der Autoren für die Früherkennung von Risikopersonen in Gesundheitseinrichtungen eignen.
Eine aktuelle Studie in „Open Heart“ legt nahe, dass körperliches Training effektiver ist, wenn es an den individuellen Chronotyp angepasst wird. Bei 134 Personen mit kardiovaskulären Risikofaktoren führte ein chronotypgerechtes Ausdauertraining über zwölf Wochen zu stärkeren Verbesserungen beim Stoffwechsel, Blutdruck und Schlaf als zeitlich unpassendes Training. Besonders deutlich war der Effekt bei der Schlafqualität und dem systolischen Blutdruck. Personalisierte Ansätze für Frühaufsteher und Nachteulen könnten so die kardiometabolische Prävention durch körperliches Training gezielt optimieren.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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