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Liebe Leserinnen und Leser,
Übergewicht ist einer der wichtigsten Treiber für Typ-2-Diabetes – doch das Risiko unterscheidet sich zwischen Frauen und Männern. Frauen haben bei gleichem Body Mass Index meist mehr Körperfett, Männer lagern häufiger viszerales Fett ein, was Insulinresistenz und kardiometabolische Komplikationen fördert. Hinzu kommen bei Frauen lebensphasenspezifische Faktoren wie Gestationsdiabetes und Menopause, die das Diabetesrisiko zum Teil um ein Mehrfaches erhöhen und den natürlichen Stoffwechselschutz abschwächen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert deshalb, Prävention, Screening und Therapie von Adipositas und Typ-2-Diabetes klar geschlechtersensibel auszurichten.
In einer aktuellen Studie aus den USA fühlten sich Schmerzen und geistige Anstrengung für die Probanden stärker oder schwächer an, je nachdem, wie andere sie zuvor bewertet hatten – obwohl die Reize gleich blieben. Bestätigungsverzerrung und die Beeinflussung der Wahrnehmung durch Erwartungen können so selbsterfüllende Prophezeiungen begünstigen, etwa bei chronischen Schmerzen oder Erschöpfung. Für die Praxis unterstreicht dies, wie wichtig eine sorgfältige Kommunikation über Risiken, Beschwerden und Therapieerwartungen ist, um ungünstige Erwartungsdynamiken zu vermeiden.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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