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Liebe Leserinnen und Leser,
vor einer Woche endete das jährliche Highlight der europäischen Kardiologie: der ESC-Kongress 2025. An vier Tagen wurde den mehr als 30.000 erwarteten Teilnehmern ein ganzes Füllhorn spannender Studien sowie evidenzbasierte Therapieempfehlungen im Rahmen neuer oder aktualisierter Leitlinien präsentiert. Eine kleine Auswahl von jenen, die auch für die Anästhesiologie und Intensivmedizin von besonderer Relevanz sind, präsentieren wir Ihnen im heutigen Newsletter.
So ging die randomisierte Studie DAPT-SHOCK-AMI der Frage nach, ob die intravenöse Verabreichung von Cangrelor im Vergleich zur oralen Gabe von zerkleinerten Ticagrelor-Tabletten das Überleben von Patienten mit herzinfarktbedingtem kardiogenen Schock, die sich einer Notfall-PCI unterziehen, verbessern kann. Zwar bewirkte die Cangrelor-Infusion bei allen Studienteilnehmern eine sofortige und wirksame Thrombozytenhemmung (unter Ticagrelor kam diese nur bei 22 Prozent der Patienten am Ende der primären PCI zustande), der kombinierte primäre klinische Endpunkt aus Gesamtmortalität, Myokardinfarkt und Schlaganfall nach 30 Tagen wurde jedoch nicht erreicht. Weshalb Co-Studienleiter Prof. Deepak Bhatt in intravenös verabreichtem Cangrelor trotzdem einen „bedeutenden Fortschritt in der Behandlung des kardiogenen Schocks“ sieht, lesen im entsprechenden Beitrag.
Die Verhinderung von Myokardschäden nach nicht kardialen Operationen (MINS) hatte die Studie PREVENT-MINS zum Ziel. Darin erhielten mehr als 2000 Patienten in der Stunde vor der Operation sowie bis zu sieben Tage danach entweder Ivabradin oder Placebo. Im Ergebnis war Ivabradin im Vergleich zu Placebo nicht nur wirkungslos, eine vorspezifizierte Subgruppenanalyse ergab sogar ein erhöhtes MINS-Risiko bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit. Aufgrund von Aussichtslosigkeit wurde die Studie sodann auch vorzeitig abgebrochen.
Spannend für die Palliativmedizin ist die Studie EMPATICC. Hier wurde untersucht, ob der Einsatz moderner Herzinsuffizienzmedikamente die Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung verbessern kann.
Eine spannende Lektüre und eine gute Woche wünscht Ihnen,
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