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Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
im Rahmen einer deutschlandweiten Studie unter Leitung der Universitätsklinik Gießen soll die perioperative Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz verbessert werden, die sich einem größeren chirurgischen Eingriff unterziehen. Geplant ist, die oft übersehene Krankheit bei Senioren mit erhöhtem Risiko für postoperative Komplikationen zunächst mittels Biomarker-Test zu identifizieren. Diagnostizierte Herzinsuffizienz-Erkrankte sollen dann unter anderem durch weitere Untersuchungen in einer Spezialsprechstunde sowie ein erweitertes Monitoring vor, während und nach der Operation eine verbesserte Behandlung erhalten.
Nicht mehr, sondern weniger präoperative Tests hatten Mediziner aus den USA im Sinn, als sie am Gesundheitssystem der University of Michigan ein spezielles Programm zur Reduktion dieser einführten. Fokus waren hier allerdings kleinere ambulante Operationen, wie die Reparatur einer Leistenhernie oder die Entfernung eines Knotens in der Brust. Das Interessante dabei: Die Intervention richtete sich an die Kliniker, deren Praxis sich durch Aufklärung und gemeinsame Erarbeitung eines Entscheidungspfades offenbar änderte. Denn nach der Intervention wurden messbar weniger unnötige präoperative Tests durchgeführt, wie die Studienverantwortlichen berichten. Das Vorgehen könnte womöglich als Blaupause für die Implementierung von Programmen in anderen medizinischen Bereichen dienen, in denen Überversorgung eine Rolle spielt.
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