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Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
bei der künstlichen Beatmung handelt es sich um ein risikobehaftetes medizinisches Verfahren. Um Komplikationen zu vermeiden, wird die Beatmung üblicherweise schrittweise reduziert, sobald der Patient Anzeichen von Besserung zeigt. Doch auch eine zu rasche Entwöhnung von der Beatmung kann problematisch sein: Gelingt diese nicht und muss der Patient erneut intubiert werden, steigen die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen und die Mortalitätsrate erheblich an. Zuverlässige Prädiktoren für ein Weaning-Versagen könnten bei der Entscheidung unterstützen, ob die künstliche Beatmung fortgeführt wird oder eine Entwöhnung versucht werden sollte. Eine Arbeit von Mitarbeitern der Universität Witten/Herdecke (UW/H) gibt nun erstmals einen Überblick über 145 wissenschaftlich untersuchte Indikatoren für ein Weaning-Versagen und liefert damit wichtige Impulse für Pflegepraxis und Intensivmedizin.
In psychiatrischen Notfallsituationen handeln Notärztinnen offenbar anders als ihre männlichen Kollegen, wie eine aktuelle Studie des Uniklinikums Ulm aufzeigt. Während in der Studie Notärzte etwa doppelt so häufig intravenöse Hypnotika verabreichten, gelang es den Notärztinnen signifikant häufiger, auf weniger invasive Maßnahmen zurückzugreifen. Was genau die Frauen dabei anders machten als die Männer – und ob sich das auf die Rate der Krankenhausaufnahmen gegen den Willen des Patienten auswirkte – erfahren Sie im entsprechenden Beitrag.
Einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen
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