Ausgabe 39/2024

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Montag, 23. September 2024

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

aufgrund wiederholter Zwischenfälle mit teilweise dramatischem Ausgang in der jüngsten Vergangenheit haben die deutschen notfallmedizinischen und pädiatrischen Fachgesellschaften in der letzten Woche eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin geht es um den Einsatz von Lidocain zur Reduktion des Injektionsschmerzes beim Legen eines intraossären Zugangs in der Kindernotfallmedizin. „Wir sollten unbedingt und sofort auf Lidocain in diesem Zusammenhang verzichten“, appelliert DIVI-Vizepräsident Prof. Florian Hoffmann. Die Hintergründe erfahren Sie im entsprechenden Beitrag.

Im Anschluss an eine Bypass-Operation tritt bei bis zu 30 Prozent der Patienten ein neu einsetzendes Vorhofflimmern auf. Um dies zu verhindern, wird der Kaliumspiegel der frisch operierten Patienten üblicherweise mittels Supplementierung auf hohem Normalniveau (≥4,5 mEq/l) gehalten. Die Ergebnisse der randomisierten klinischen Studie TIGHT K lassen dieses Vorgehen allerdings hinterfragen.

Palliativmedizin: Wenn die Gehirnfunktion eines Patienten mit fortschreitendem Krebs nachlässt, kann ein agitiertes Delirium auftreten. Eine auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2024 vorgestellte Studie untersuchte eine Medikamentenkombination, die hier behilflich sein könnte.

Viel Freude bei der Lektüre und einen angenehmen Start in eine hoffentlich sonnige erste Herbstwoche wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Kindernotfallmedizin: Kein Lidocain mehr bei intraossärem Zugang

Kindernotfallmedizin: Kein Lidocain mehr bei intraossärem Zugang

Lidocain soll in der Kindernotfallmedizin nicht mehr zur Verhinderung eines Punktions- oder Injektionsschmerzes bei Anlage eines intraossären Zugangs angewendet werden. So lautet die abschließende Empfehlung aller notfallmedizinischen, pädiatrischen Fachgesellschaften in einer aktuell veröffentlichten Stellungnahme.

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Vorbeugung von Vorhofflimmern nach Bypass-Operation: Etablierte Praxis hinterfragen

Die multizentrische Studie TIGHT K zeigt, dass geringere Kaliumgaben sicherer, schonender und kosteneffizienter zur Vorbeugung einer häufigen Komplikation nach Bypass-Operation sind.

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ESMO Congress 2024: Kombinationstherapie reduziert agitiertes Delirium bei Krebspatienten am Lebensende

ESMO Congress 2024: Kombinationstherapie reduziert agitiertes Delirium bei Krebspatienten am Lebensende

Die Kombination zweier Medikamente könnte bei Krebspatienten, die am Ende ihres Lebens ein agitiertes Delirium entwickeln, möglicherweise hilfreich sein, wie eine auf dem ESMO Congress 2024 vorgestellte Studie belegt. Allerdings ist der Einsatz von Medikamenten in diesem Kontext umstritten.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Influenza-assoziierte und COVID-19-assoziierte pulmonale Aspergillose bei Intensivpatienten. Lancet Respir Med 2024;12(9):728-742.

Prospektive randomisierte kontrollierte Studie: Die Überwachung des Bewusstseinsindexes kann Kreislaufbelastungen, die durch eine endotracheale Intubation unter Vollnarkose ausgelöst werden, wirksam vorhersagen und verhindern.
BMC Anesthesiol 2024;24(1):316.

Auswirkung einer hochintensiven gegenüber einer niedrigintensiven nichtinvasiven Überdruckbeatmung auf die Notwendigkeit einer endotrachealen Intubation bei Patienten mit einer akuten Exazerbation der Chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung: Die randomisierte klinische Studie HAPPEN.
JAMA 16.09.2024

 
 

Telemedizin in der COVID-19-Versorgung: Studie zeigt Potenzial zur Entlastung der Notaufnahmen

Die Ergebnisse der Studie COVID SMART zeigen, dass Telemedizin zur Betreuung von COVID-19-Patienten zwar nicht die Gesamtzahl der Krankenhausaufenthalte signifikant reduzierte, aber zu einer deutlich geringeren Inanspruchnahme der ambulanten Notfallversorgung führte.

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Zu viele Operationen: Chirurgie rät zur Ausweitung von Zweitmeinungsverfahren

Zu viele Operationen: Chirurgie rät zur Ausweitung von Zweitmeinungsverfahren

In Deutschland wird im internationalen Vergleich zu viel operiert. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH) anlässlich des Welttages der Patientensicherheit zum Thema „Diagnosesicherheit“ am 17. September hin.

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KURZMELDUNGEN:

Als die „modernste Notaufnahme Deutschlands“ bezeichnet das Wissenschafts- und Gesundheitsministerium Brandenburg die kürzlich an der Medizinischen Universität Lausitz eröffnete Notaufnahme.
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Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen – das forderten tausende Ärztinnen und Ärzte bei einer zentralen Kundgebung der Gewerkschaft Marburger Bund in Frankfurt am Main.
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Etwa jeder vierte Klinikarzt in Thüringen kommt aus dem Ausland. Das Erstarken der AFD in dem Bundesland bereitet sowohl ihnen als auch der Landesärztekammer zunehmend Sorge.
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TERMINE:

Tradition – Innovation – Fortschritt: Wo steht die Anästhesiologie im 21. Jahrhundert?
5. Oktober 2024
Solingen

53. Bayerische Anästhesietage
18.–19. Oktober 2024
Erlangen

Eppendorfer Airwayworkshop
18.–20. Oktober 2024
Hamburg

Münsteraner Einführungskurs Intensivmedizin
4.–9. November 2024
Münster

 
 

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