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Liebe Leserinnen und Leser,
jährlich grüßt der Bericht des Deutschen Reanimationsregisters. Die Zahlen zur außerklinischen Reanimation 2025 geben weder Anlass zu besonderer Freude noch zum Weinen. Im Vergleich zum Vorjahr lassen sie sich vereinfacht gesagt mit einem Wort zusammenfassen: unverändert. Sowohl die Ersthelfendenquote (53,5 %) als auch die Rate der Defibrillation durch Ersthelfende mithilfe von AEDs (rund 2 %) stagnierte demnach. Neu ist hingegen, dass seit letztem Jahr die Beiträge von „aktivierten Ersthelfenden“ (APP-Retter) und „First Respondern“ getrennt erhoben werden – und so ein genaueres Bild der Wirkung dieser Maßnahmen liefern können. Da dies aber erst seit Mitte des Jahres erfolgt, wird der Bericht im nächsten Jahr in dieser Hinsicht wohl etwas aufschlussreicher sein.
Außerdem finden Sie im heutigen Newsletter zwei spannende Studien zum Thema maschinell beatmete Patienten. Ein Wirbelsäulentrauma stellt hohe Anforderungen an die respiratorische Entwöhnung, insbesondere wenn eine Rückenmarksverletzung (SCI) vorliegt. Die Ergebnisse der prospektiven ACCESSIT-Studie zeigen nun jedoch, dass nicht der SCI-Status selbst, sondern die Koordination der Atembewegungen entscheidend für den Erfolg ist.
Eine Sekundäranalyse der SCRIPT-Studie verdeutlicht, dass die intensivmedizinische Versorgung im klinischen Alltag nicht immer mit den individuellen Prioritäten der Patienten korreliert. Trotz der Dokumentation von Behandlungswünschen durch Bevollmächtigte erhielten die inkludierten Patienten oft eine ähnlich invasive Behandlung, unabhängig davon, ob eine Maximierung des Überlebens oder der Lebensqualität für sie im Vordergrund stand. Nach Ansicht der Autoren unterstreicht diese Diskrepanz die Notwendigkeit, an einer konsequent zielorientierten Versorgung zu arbeiten und Patientenwünsche systematischer zu berücksichtigen.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.
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