Ausgabe 18/2026

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Freitag, 01. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

eine in „Cell“ publizierte multizentrische Studie mit 674 Melanom-Patienten zeigt, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms ein Prädiktor für Tumorrezidive nach Operation und Immuntherapie sein kann. Insbesondere Taxa wie Eubacterium, Ruminococcus, Firmicutes und Clostridium waren eng mit dem Rückfallrisiko assoziiert. Unter Berücksichtigung mikrobieller Ähnlichkeitsmuster erreichte die Vorhersage eine Genauigkeit von bis zu 94 Prozent. Bemerkenswert ist zudem die Stabilität des Mikrobioms während der Therapie, was Perspektiven für personalisierte Behandlungsansätze eröffnet.

Wie wichtig molekulare Marker für die Risikoabschätzung bei Hauttumoren sind, unterstreicht eine aktuelle in „PNAS“ publizierte Arbeit zum kutanen Plattenepithelkarzinom. Forschende identifizierten das Protein WWOX als zentralen „Wächter“ der epidermalen Identität, der das Protein p63 stabilisiert und eine epithelial‑mesenchymale Transition unterdrückt. Geht WWOX verloren, sinken p63‑Spiegel, Tumoren entstehen früher, verlaufen aggressiver und metastasieren häufiger. Parallel nehmen WWOX‑ und p63‑Expression in patientenbasierten Gewebeproben mit dem Tumorstadium ab, was beide Proteine als prognostische Biomarker und potenzielle therapeutische Zielstrukturen nahelegt.

Weitere aktuelle Studienergebnisse zu Hautkrebs sowie aus dem gesamten Spektrum der Dermatologie und Allergologie finden Sie auch in unserer neuen Ausgabe KOMPAKT DERMATOLOGIE UND ALLERGOLOGIE.

Tagesaktuelle Informationen finden Sie auf unserem Nachrichtenportal. Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Melanom: Darmmikrobiom als möglicher Prädiktor für das Rezidivrisiko

Melanom: Darmmikrobiom als möglicher Prädiktor für das Rezidivrisiko

Die spezifische Zusammensetzung der im Darm eines Menschen lebenden Bakterien kann die Wahrscheinlichkeit vorhersagen, mit der ein Melanom nach Operation und Immuntherapie wiederkehrt.

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Häufig fehlinterpretiert: GI-Symptome bei der SM

Unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Diarrhö treten bei bis zu 85 % der Patienten mit Systemischer Mastozytose (SM) auf.1,2

Unspezifische Symptome? Symptom-Checkliste jetzt nutzen

  1. Jennings SV et al. Immunol Allergy Clin North Am. 2018 Aug;38(3):505–525
  2. Elvevi A et al. World J Gastroenterol. 2022 Aug 7;28(29): 3767–3779
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DEBP-PRXSM-26.026 erstellt 04/2026

 
 
 

Kutanes Plattenepithelkarzinom: Protein-Schutzschild verhindert Metastasierung

Forschende identifizieren WWOX als zentralen Schutzfaktor gegen die Progression des kutanen Plattenepithelkarzinoms. Sein Verlust destabilisiert p63 und begünstigt die Entstehung metastasierender Tumorformen.

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Anaphylaxie: Adrenalin-Autoinjektor ist
der Goldstandard

Die schwerste Form einer allergischen Reaktion, die Anaphylaxie, ist potenziell lebensbedrohlich und erfordert eine sofortige intramuskuläre Adrenalin-Injektion. Warum das mit einem Adrenalin-Autoinjektor (AAI) sowohl Professionals als auch Laien schnell und unkompliziert gelingt, erklären der Notarzt Dr. Stephan Wallmeyer und der Pädiater und Allergologe Dr. Thomas Buck.

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S3-Leitlinie zu Alopecia areata: Klare Empfehlungen für Diagnostik und Therapie

S3-Leitlinie zu Alopecia areata: Klare Empfehlungen für Diagnostik und Therapie

Die neue Leitlinie zu Alopecia areata gibt Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie nach Altersgruppen und Schweregrad, um die bislang sehr heterogene und für die betroffenen Patienten nicht zufriedenstellende Versorgung zu verbessern.

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STIKO-Update: Prevenar 20® für Kinder mit Risikofaktoren

Denken Sie bei jungen Patient:innen mit Autoimmunerkrankungen insb. vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie an den Pneumokokkenschutz. Das Risiko für eine invasive Pneumokokken-Erkrankung ist bei Kindern mit mind. einer Ko-Morbidität bis zu 17,8-fach erhöht.1 Seit Januar 2026 empfiehlt die STIKO nur noch Prevenar 20® für die Pneumokokken-Indikationsimpfung, auch für 2–17-Jährige.1

Fachinformation | Referenzen

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Keratinozyten fördern Rabiesvirus-Infektion nach oberflächlicher Verletzung

Ein niederländisches Forschungsteam identifizierte Keratinozyten als Replikationszentren und immunologisch aktive Effektorzellen, die zum Risiko einer Tollwutinfektion nach Kratzern oder kleineren Bissverletzungen beitragen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

48-Wochen-Real-World-Ergebnisse der Lebrikizumab-Behandlung bei Atopischer Dermatitis: Systemtherapie-naive versus -erfahrene Patienten.
Am J Clin Dermatol 27.04.2025

Transkriptomische Metaanalyse identifiziert zentrale molekulare Signalwege bei Plaque-Psoriasis.
J Eur Acad Dermatol Venereol 28.04.2026

Landesweite Kohortenstudie aus Südkorea zur Anwendung topischer Corticosteroide und dem Risiko für Typ-2-Diabetes.
Br J Dermatol 28.04.2026

 
 
 
BRCA-Gene: Pathogene Varianten mit weiteren Krebsarten assoziiert

BRCA-Gene: Pathogene Varianten mit weiteren Krebsarten assoziiert

Ein internationales Team konnte Zusammenhänge zwischen pathogenen Varianten zweier BRCA-Gene und Kopf-Hals-, Schilddrüsen-, Blasen- und Hautkrebs feststellen. Die Ergebnisse liefern neue mögliche Ansätze für eine personalisierte Therapie.

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KURZMELDUNGEN:

Ein niedersächsisches Forschungsteam arbeitet an der Entwicklung von präziseren Diagnoseverfahren für Kollagenosen. Im Fokus stehen dabei zwei Typen von Immunreaktionen.
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Schwarz-weiß gemustert und stechfreudiger als heimische Arten: Die Asiatische Tigermücke breitet sich weiter in Baden-Württemberg aus. In diesen Wochen schlüpfen die ersten Tiere der Saison.
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Kommt die GKV-Reform, wie vom Bundeskabinett beschlossen, warnen Ärzte vor konkreten Folgen für Patienten. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat zwei niedergelassene Ärzte befragt, welche Konsequenzen für ihren Praxisalltag dieses Gesetz hat.
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TERMINE:

EADV Course: An introduction in phlebology with hands on training
21.–22. Mai 2026
Rotterdam (Niederlande)

ASCO Annual Meeting 2026
29. Mai–2. Juni 2026
Chicago (USA)

EADV Course: Mature skin
3.–5. Juni 2026
Bukarest (Rumänien)

16th European Post-Chicago Melanoma/Skin Cancer Meeting
25.–26. Juni 2026
Hamburg

 
 

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