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Liebe Leserinnen und Leser,
eine in „Cell“ publizierte multizentrische Studie mit 674 Melanom-Patienten zeigt, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms ein Prädiktor für Tumorrezidive nach Operation und Immuntherapie sein kann. Insbesondere Taxa wie Eubacterium, Ruminococcus, Firmicutes und Clostridium waren eng mit dem Rückfallrisiko assoziiert. Unter Berücksichtigung mikrobieller Ähnlichkeitsmuster erreichte die Vorhersage eine Genauigkeit von bis zu 94 Prozent. Bemerkenswert ist zudem die Stabilität des Mikrobioms während der Therapie, was Perspektiven für personalisierte Behandlungsansätze eröffnet.
Wie wichtig molekulare Marker für die Risikoabschätzung bei Hauttumoren sind, unterstreicht eine aktuelle in „PNAS“ publizierte Arbeit zum kutanen Plattenepithelkarzinom. Forschende identifizierten das Protein WWOX als zentralen „Wächter“ der epidermalen Identität, der das Protein p63 stabilisiert und eine epithelial‑mesenchymale Transition unterdrückt. Geht WWOX verloren, sinken p63‑Spiegel, Tumoren entstehen früher, verlaufen aggressiver und metastasieren häufiger. Parallel nehmen WWOX‑ und p63‑Expression in patientenbasierten Gewebeproben mit dem Tumorstadium ab, was beide Proteine als prognostische Biomarker und potenzielle therapeutische Zielstrukturen nahelegt.
Weitere aktuelle Studienergebnisse zu Hautkrebs sowie aus dem gesamten Spektrum der Dermatologie und Allergologie finden Sie auch in unserer neuen Ausgabe KOMPAKT DERMATOLOGIE UND ALLERGOLOGIE.
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