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Liebe Leserinnen und Leser,
eine aktuelle Studie aus den USA deutet darauf hin, dass sich Einsamkeit direkt auf die biologischen Prozesse der Wundheilung auswirken kann. Bei Patienten, deren Ulzera seit mehr als vier Wochen bestehen, war ein hoher Einsamkeitsscore mit einer signifikant erhöhten Expression von 18 proinflammatorischen Genen assoziiert, die die Heilung verzögern können. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass subjektiv empfundene Einsamkeit ein charakteristisches entzündliches Genexpressionsprofil hinterlassen und so zum Persistieren chronischer Wunden beitragen kann. Die Autoren plädieren daher dafür, die klassische Wundversorgung mithilfe psychosozialer Diagnostik gezielt zu erweitern.
Parallel dazu zeigen präklinische Daten aus Südkorea, wie sich die Heilung chronischer Wunden zukünftig weiter verbessern lassen könnte. Durch eine mosaikartige partielle Reprogrammierung eines begrenzten Teils epidermaler Zellen mittels Yamanaka-Faktoren wurde in Mausmodellen ein präregenerativer Hautzustand induziert, der zentrale Signalwege der Geweberegeneration aktivierte. Nach einer Verletzung hatte dies eine beschleunigte Reepithelisierung, eine optimierte Gefäßneubildung sowie eine reduzierte Narbenbildung – selbst unter diabetischen Bedingungen – zur Folge.
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