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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Dermatologie und Allergologie,
eine vorübergehende Hautinfektion mit Staphylococcus aureus kann das Immunsystem langfristig verändern und allergiebedingte Entzündungen verstärken. Dies zeigt eine aktuelle tierexperimentelle Studie, die in „Science Immunology“ veröffentlicht wurde. Demnach führt die Infektion zu einer anhaltenden Umprogrammierung von Eosinophilen im Knochenmark. Bei einem späteren Kontakt mit Allergenen wie Hausstaubmilben begünstigen die veränderten Immunzellen eine verstärkte Entzündungsreaktion in der Lunge.
Niedrig dosiertes Doxycyclin ist bei der Behandlung einer lymphozytären vernarbenden Alopezie ebenso wirksam wie eine höher dosierte Therapie – bei gleichzeitig geringerer Nebenwirkungsrate. Dies zeigt eine retrospektive Analyse von 241 Patienten am NYU Langone Health, USA. Zwischen den beiden Dosierungsgruppen konnten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich entzündlicher Aktivität, Haarausfallbewertung oder objektiver Haarparameter festgestellt werden. Dafür traten seltener Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Therapieabbrüche unter der niedrigeren Dosierung auf.
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