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Liebe Leserinnen und Leser,
ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien hat neue Erkenntnisse zur Immunmodulation nach Zeckenstichen gewonnen. In einer in „Nature Communications“ veröffentlichten Studie zeigen die Forschenden, dass der Speichel von Ixodes ricinus über Botenstoffe gezielt die Funktion von Langerhans-Zellen verändert. Diese zentralen Immunzellen der Epidermis nehmen nach Kontakt mit Zeckenspeichel einen tolerogenen Funktionszustand ein. Anstelle einer protektiven Entzündungsreaktion fördern sie regulatorische T-Zell-Antworten, wodurch die lokale Immunabwehr abgeschwächt und die Etablierung von Borrelia burgdorferi begünstigt wird.
Wie relevant eine gezielte dermatologische Untersuchung auch bei scheinbar milden Befunden ist, unterstreicht eine aktuelle Studie aus Finnland zur Akne bei erwachsenen Frauen. In einer Kohorte von rund 1900 Frauen im Alter von 35 Jahren wiesen etwa 31 Prozent klinische Zeichen einer Akne im Gesicht oder am Rücken auf. Die meisten Verläufe waren mild bis moderat, dennoch bestand ein relevantes Risiko für Narbenbildung und eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. Trotz dieses Risikos wurden selten therapeutische Maßnahmen ergriffen. Die Forschenden empfehlen, Akne auch im Erwachsenenalter aktiv anzusprechen und auch nicht exponierte Hautareale zu untersuchen.
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