Ausgabe 12/2026

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Freitag, 20. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
 
eine präklinische Studie liefert neue Einblicke in die Pathogenese atopischer Ekzeme im frühen Kindesalter. In einem Mausmodell konnten US-amerikanische Forschende der Icahn School of Medicine at Mount Sinai zeigen, dass dendritische Zellen in der Haut von Neugeborenen besonders stark auf Allergene reagieren und so entzündliche Hautreaktionen initiieren. Begünstigt wird dieses kritische Zeitfenster durch niedrige Spiegel von Glucocorticoiden, die die überschießende Immunantwort noch nicht ausreichend begrenzen. Vergleichbare immunologische Signaturen fanden die Forschenden auch in Hautproben von Kindern mit atopischem Ekzem.
 
Die Relevanz eines fehlgeleiteten Immunsystems zeigt sich auch bei der Immuntherapie des metastasierten Melanoms. In einer multizentrischen Studie mit 331 Patienten identifizierten Forschende aus Deutschland und der Schweiz in Blutproben spezifische Autoantikörper, die bereits vor Therapiebeginn mit einem Risiko für immunvermittelte Nebenwirkungen unter verschiedenen Immuntherapien assoziiert waren. Ein breit einsetzbares Autoantikörperprofil könnte künftig helfen, das individuelle Toxizitätsrisiko besser abzuschätzen, Therapieentscheidungen zu personalisieren und Betroffene engmaschiger zu überwachen.
 
Mehr zu diesen und anderen Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Warum atopische Ekzeme häufig im Kindesalter beginnen

Warum atopische Ekzeme häufig im Kindesalter beginnen

Forschende haben einen Mechanismus im frühkindlichen Immunsystem identifiziert, der die Entstehung atopischer Ekzeme erklären könnte. Bestimmte Immunzellen reagieren in dieser Lebensphase besonders sensibel auf Allergene.

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Melanom: Autoantikörper könnten Nebenwirkungen von Immuntherapien vorhersagen

Blutbasierte Autoantikörperprofile könnten künftig helfen, das Risiko für schwere Nebenwirkungen unter Immuntherapien beim metastasierten Melanom frühzeitig abzuschätzen und Therapieentscheidungen stärker zu individualisieren.

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Mikronadel-Pflaster ermöglicht kombinierte Freisetzung von Wirkstoffen bei Acne vulgaris

Mikronadel-Pflaster ermöglicht kombinierte Freisetzung von Wirkstoffen bei Acne vulgaris

Ein neues Mikronadel-Pflaster mit integrierten Blasenstrukturen ermöglicht die simultane transdermale Applikation hydrophiler und lipophiler Wirkstoffe. Im Akne-Tiermodell reduzierte das System Entzündung und bakterielle Last stärker als konventionelle topische Therapien.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Biologika als Erstlinientherapie der Psoriasis: Kohortenstudie im Rahmen einer Target‑Trial‑Emulation anhand des Registers der British Association of Dermatologists Biologics and Immunomodulators
Br J Dermatol, 16.03.2026

Die Blockade der CD276‑vermittelten Suppression tumorspezifischer zytotoxischer T‑Lymphozyten könnte dazu beitragen, in der Melanomtherapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren dauerhafte Ansprechraten zu erzielen
J Invest Dermatol, 13.03.2026

Unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit der Anwendung von Immunglobulinen bei pädiatrischen Patienten, erfasst von der US‑amerikanischen Food and Drug Administration zwischen 2001 und 2023
Pediatr Allergy Immunol, 10.03.2026

 
 

Ausgaben für Sonnenschutzmittel schwanken stark

Forschende haben die jährlichen Kosten für die Anwendung von Sonnenschutzmitteln berechnet und dabei große Unterschiede festgestellt – abhängig vom Produktpreis und davon, wie viel Haut eine Person der Sonne aussetzt.

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Wie Vitamin B2 den Weg zu neuen Krebstherapien eröffnen könnte

Wie Vitamin B2 den Weg zu neuen Krebstherapien eröffnen könnte

Ein Mangel an Vitamin B2 macht Tumorzellen anfälliger für eine spezielle Form des Zelltods. Das haben Forschende des Rudolf-Virchow-Zentrums der Uni Würzburg herausgefunden.

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KURZMELDUNGEN:

Das Medizinregistergesetz soll Medizinregister als zentrale Infrastruktur für Forschung, Qualitätssicherung und Versorgung stärken. Die Deutsche Hochschulmedizin begrüßt das, fordert aber gleichzeitig klare und praxistaugliche Regelungen.
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Das Oldenburger Pius-Hospital hat sich auf Operationen mit dreidimensionalen Aufnahmen von Organen spezialisiert. So können Ärzte Tumore besser erkennen und entsprechend operieren.
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Weniger Termine, Aufnahmestopps und längere Wartezeiten: Das sind laut Kassenärztlicher Vereinigung Hamburg die zu erwartenden Folgen geplanter Kürzungen in der ambulanten Versorgung.
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