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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Dermatologie und Allergologie,
ein italienisches Forschungsteam hat ein Darm-on-Chip-Modell entwickelt, um das Ansprechen von Melanom-Patienten auf eine Immuntherapie besser vorhersagen zu können. Die Untersuchungen zeigen: Patienten mit einer schwachen Reaktion auf die Therapie tragen entzündungsfördernde Mikrobiota in sich, die die Darmbarriere schädigen. Künftig soll das Modell mithilfe von Stuhlproben personalisierte Therapieentscheidungen unterstützen und Nebenwirkungen minimieren.
Auch in der Allergieforschung gibt es neue Erkenntnisse: Bei neugeborenen Mäusen konnte die mütterliche Einnahme von α-Tocopherol während Schwangerschaft und Stillzeit das Risiko für Nahrungsmittelallergien senken. Die Welpen dieser Muttertiere wiesen geringere Immunglobulin-E-Antikörperspiegel und weniger allergische Reaktionen auf. Die US-amerikanische Arbeitsgruppe sieht darin einen möglichen Ansatz zur Allergieprävention bei Kindern mit erhöhtem Risiko – besonders, wenn eine frühzeitige Allergenexposition nicht möglich ist.
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