Ausgabe 14/2026

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Freitag, 03. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
die Entstehung eines Typ-1-Diabetes ist nicht auf das Kinder- und Jugendalter begrenzt. Register- und Studiendaten aus unterschiedlichen Ländern bestätigen, dass eine Erstdiagnose nicht selten erst in der dritten Lebensdekade gestellt wird. Das zeigen auch vier Fälle allein in meinem persönlichen Umfeld. Und dennoch wird beim Thema Früherkennung und Diagnostik der Fokus häufig auf Kinder und Jugendliche beschränkt.
Neue Daten aus München untermauern nun, dass Typ-1-Diabetes Screeningprogramme auch auf junge Erwachsene ausgeweitet werden sollten. Wie die Analyse von Proben aus den LISA- und GINIplus-Kohorten zeigt, hatten sich die ursächlichen Inselautoantikörper bei den meisten Betroffenen zwar bereits bis zu einem Alter von 15 Jahren entwickelt – auch wenn sich die Krankheit erst zu einem späteren Zeitpunkt manifestierte. Doch in einigen Fällen waren die Autoantikörper erst im Alter von 15 bis 25 Jahren nachweisbar
Typ-1-Diabetes geht zudem vermehrt mit anderen Autoimmunerkrankungen einher, beispielsweise der Zöliakie. Betroffene selbst, aber auch Ärztinnen und Ärzte sollten deshalb ein stärkeres Bewusstsein für die Zusammenhänge und typischen Anzeichen haben. Gleiches gilt für die Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)Störung (AD(H)S), die aufgrund der Symptomatik bei Kindern mit Diabetes tendenziell erst spät oder gar nicht erkannt wird. Umgekehrt kann eine AD(H)S die Umsetzung der notwendigen Diabetestherapie deutlich erschweren. Doch auch bei diesen Themen sollte es nicht nur um Kinder und Jugendliche gehen. Schließlich wird die AD(H)S ebenso immer häufiger erst bei Erwachsenen diagnostiziert. Übrigens ist auch die Annahme, dass sich AD(H)S im Erwachsenenalter „verwächst“, längst überholt – Betroffene mit Diabetes stehen deshalb tendenziell ein Leben lang vor besonderen Herausforderungen.
Ob insbesondere Hausärztinnen und -ärzte ausreichend hinsichtlich dieser Zusammenhänge geschult sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Entsprechende Anzeichen sollten jedenfalls auch bei jungen Erwachsenen ernst genommen und abgeklärt werden, damit ein Typ-1-Diabetes frühzeitig erkannt wird.
 
Damit wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre und ein fröhlich buntes Osterwochenende!




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Typ-1-Diabetes: Früherkennung bei jungen Erwachsenen bislang unzureichend?

Typ-1-Diabetes: Früherkennung bei jungen Erwachsenen bislang unzureichend?

Neue Ergebnisse zeigen, dass sich frühe Stadien von Typ-1-Diabetes – maßgeblich die Entstehung von Inselautoantikörpern – nicht nur auf das Kindesalter beschränken. Die Erkrankung kann sich auch im jungen Erwachsenenalter noch entwickeln. Bestehende Früherkennungsprogramme sollten deshalb neu ausgerichtet werden.

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LAGH: Weniger Belastung im Alltag, mehr Therapieerfolg

Eine GHD-Therapie verändert den gesamten Familienalltag: Jahrelange Therapie erfordert feste Routinen und ist oft mit hohen emotionalen Belastungen und organisatorischen Herausforderungen verbunden.1 Langwirksame Wachstumshormone mit wöchentlicher statt täglicher Gabe können den Alltag von Kindern, Jugendlichen und Familien deutlich erleichtern und den Therapieerfolg nachhaltig unterstützen.8

Fachinformation

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Neue Studie nimmt gesundheitliche Versorgung von trans* Personen in den Fokus

In dem Projekt Trans*power untersucht ein Forschungsteam der Medizinische Hochschule Hannover die Erfahrungen und Bedürfnisse sowohl von trans* Personen als auch von medizinischen Fachleuten. Das Projekt soll Impulse geben für eine bessere medizinische Betreuung und Versorgung.

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Aktuelle Entwicklungen bei neuroendokrinen Tumoren

Einen Überblick zu Initiativen bei neuroendokrinen Tumoren finden Sie auf Campusdialog: von Grundlagenwissen über aktuelle Studienergebnisse bis hin zur neuen Zulassung von Cabozantinib bei NET. Ergänzend stehen Kongressberichte und Expert*innenmeinungen zur Verfügung, die Entwicklungen in dieser Indikation fachlich einordnen. 

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Diabetes und ADHS: Wenn der Alltag zur doppelten Herausforderung wird

Diabetes und ADHS: Wenn der Alltag zur doppelten Herausforderung wird

Rund fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Typ‑1‑Diabetes leiden zusätzlich an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die Störung erschwert die Umsetzung der Diabetestherapie, erhöht Risiken wie Unterzuckerungen oder Ketoazidosen und ist oft mit höheren Langzeitblutzuckerwerten verbunden. Eine strukturierte Diabetesberatung ist daher besonders wichtig.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Sialinsäure verschlimmert das polyzystische Ovarialsyndrom bei Mäusen durch Modulation des durch die Darmmikrobiota vermittelten Gallensäurestoffwechsels und der FXR-Aktivierung
Nat Commun 31.03.2026

Patient-Reported Outcomes bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die die Dulaglutid-Dosis erhöhen oder von Dulaglutid auf Tirzepatid umgestellt werden
Ann Intern Med 31.03.2026

Aufnahme von Ballaststoffen aus verschiedenen Nahrungsquellen und das Risiko für Typ-2-Diabetes: Eine integrierte Analyse epidemiologischer und multiomischer Daten
Diabetes Care 01.04.2026

 
 

Herzgesundheit als Indikator für Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen

Amerikanische Forschende geben an, dass postmenopausale Frauen mit einem hohen vorhergesagten kardiovaskulären Risiko ein fast doppelt so hohes Risiko für Hüftfrakturen aufweisen.

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Neue Erkenntnisse zu Insulinomen: Rolle des Gens DOCK10 aufgedeckt

Neue Erkenntnisse zu Insulinomen: Rolle des Gens DOCK10 aufgedeckt

Forschende haben ein Schlüssel-Gen für die abnorme Insulinsekretion bei Insulinomen identifiziert. Die Entdeckung lässt auf neue Ansätze für die Diagnose und Therapie hoffen.

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PANORAMA:

Die Expertenkommission hat ihre Empfehlungen zur Sanierung der Krankenversicherung vorgelegt. Nun will Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine Auswahl treffen.
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Die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe informiert über Zusammenhänge und typische Anzeichen von Zöliakie bei Betroffenen mit Typ-1-Diabetes, insbesondere Kindern.
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Vor allem chronisch Erkrankte könnten von einer Teilkrankschreibung profitieren. Ein entsprechender Vorschlag der zuständigen Regierungskommission liegt nun vor.
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TERMINE:

World Congress on Osteoporosis, Osteoarthritis and Musculoskeletal Diseases
16.04. – 19.04.2026
Prag (Tschechien)

American Association of Clinical Endocrinology
22.04. – 24.04.2026
Las Vegas (USA)

33rd European Congress on Obesity
12.05. – 15.05.2026
Istanbul (Türkei)

42. Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft
21.05. – 22.05.2026
Linz (Österreich)

 
 

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