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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Diabetologie und Endokrinologie,
zur Behandlung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus werden herkömmliche Inselzelltransplantate in der Regel in die Leber infundiert. Nun ist es Forschern gelungen, Langerhans-Inseln mit einer individuellen Biotinte aus Alginat und dezellularisiertem menschlichem Pankreasgewebe zu drucken. Die Inseltransplantate wurden so entworfen, dass sie direkt unter die Haut implantiert werden können. Dieser minimalinvasive Ansatz könnte daher für die Patienten eine sicherere und komfortablere Option darstellen, betonten die Wissenschaftler auf der diesjährigen Tagung der European Society for Organ Transplantation.
Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung liefert einen wichtigen Baustein zum besseren Verständnis, warum vor allem Bauchfett so gefährlich ist. In dem viszeralen Fettgewebe kommt es bei Übergewicht zu einem Umbau der Blutgefäße, der Entzündungen und Funktionsstörungen fördert. „Das eröffnet neue Ansätze, wie wir die Gefäßgesundheit bei Adipositas erhalten oder wiederherstellen können“, erklärt Studienleiter Prof. Andreas Fischer.
Forscher der Medizinischen Universität Innsbruck, Österreich, haben die fäkalen Mikrobiome von adipösen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Fettlebererkrankung und -entzündung analysiert. Sie stellten fest: „Kinder mit MASLD und MASH wiesen eine deutlich andere Diversität – sowohl innerhalb einer einzelnen Probe als auch im Vergleich verschiedener Proben – auf als adipöse Kinder ohne Lebererkrankungen und gesunde Kinder.“ Die Wissenschaftler konnten damit ein Muster bestimmen, das sich als Biomarker für das Erkrankungsrisiko etablieren könnte.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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