Ausgabe 49/2025

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Freitag, 05. Dezember 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn sich die Menschen plötzlich scharenweise in die Fitness-Studios begeben, weiß man, dass ein neues Jahr begonnen hat. Doch was bei gesunden Menschen meist eher eine Nebenwirkung von zu viel Plätzchen und vorweihnachtlichem Stress ist, ist bei Menschen mit Diabetes ein ernstzunehmendes Problem: Muskelschwund.

Rund jeder vierte Typ-2-Diabetiker ist vom „sarkopenischen Diabetes“ betroffen – einer schwerwiegenden Komplikation, die allerdings häufig unentdeckt bleibt. Ein neues Positionspapier der Europäischen Gesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) und der Diabetes Nutrition Study Group (DNSG) soll nun darauf aufmerksam machen. Die Autoren führen aus, dass der Muskelabbau auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sein kann, beispielsweise auf ungesunde Ernährung oder chronische Entzündungen. Außerdem warnen sie davor, dass Medikamente wie Semaglutid und Tirzepatid die Erkrankung zusätzlich verschlimmern könnten. Um der schlechten Prognose entgegenzuwirken, sollten Diabetiker deshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und – richtig – Kraft- und Widerstandstraining in ihr Programm aufnehmen. Das könnte sich sogar doppelt bezahlt machen, denn Patienten mit Diabetes entwickeln ebenfalls häufiger eine Arthrose – und sind dabei einem höheren Risiko für Komplikationen bei Gelenkoperationen ausgesetzt. Worauf Ärzte und Patienten achten sollten, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Wussten Sie außerdem, dass die Niere „riechen“ kann? Und dass der Geruch von Lebensmitteln während der Schwangerschaft Auswirkungen auf die Nachkommen haben könnte? Ich denke, das Weihnachtsessen können Schwangere trotzdem guten Gewissens genießen. Vorsicht ist für alle Eltern jedoch geboten, wenn bei der Bescherung streng riechendes Spielzeug zum Vorschein kommt!

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein besinnliches zweites Adventswochenende!




   Michelle Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Studie zeigt: Jeder vierte Typ-2-Diabetiker leidet an „sarkopenischem Diabetes“

Studie zeigt: Jeder vierte Typ-2-Diabetiker leidet an „sarkopenischem Diabetes“

Sarkopenischer Diabetes – der Verlust von Muskelmasse bei Menschen mit Diabetes – wird bislang kaum erkannt, hat aber weitreichende Folgen. Eine neue Fachpublikation zeigt, wie häufig und schwerwiegend die Kombination aus Diabetes und Muskelschwund ist und warum moderne Abnehmmedikamente das Problem zusätzlich verschärfen.

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Zusatzeffekte von SGLT2-Hemmern wie Jardiance®

Jardiance® kann mehr als Zucker, Herz und Nieren: Neue Erkenntnisse zu SGLT2-Hemmern bei Typ-2-Diabetes liefern Hinweise auf ein noch größeres Potenzial der kleinen weißen Jardiance®-Tablette – z. B. Reduktion von Harnsteinen und vieles mehr!1–12,*

Pflichttext & Referenzen

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(Prä)diabetes: Mehr Arthrose, mehr Risiken beim Gelenkersatz

Typ-2-Diabetiker entwickeln nicht nur häufiger eine Arthrose, sie benötigen auch überdurchschnittlich oft ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk. Gleichzeitig tragen sie ein erhöhtes Risiko für Komplikationen rund um den Eingriff – auch schon bei Prädiabetes. Darauf hat die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik im Rahmen ihrer Jahrestagung hingewiesen.

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Metopiron® – Schnelle und zuverlässige Cortisolkontrolle*1

Das endogene Cushing-Syndrom erfordert eine Therapie, die überzeugt: Metopiron® senkt den Cortisolspiegel effektiv2 und unterstützt die Wiederherstellung des zirkadianen Rhythmus.1,3 Dank flexibler Dosierung bietet Metopiron® eine individuell anpassbare Behandlung3 – mit hoher Ansprechrate (80,9%)** und vorteilhaftem Verträglichkeitsprofil.4 Für mehr Lebensqualität Ihrer PatientInnen.

Pflichttext | Referenzen

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Möglicher Therapieansatz für Nervenschäden bei Diabetes entdeckt

Möglicher Therapieansatz für Nervenschäden bei Diabetes entdeckt

Forschende haben den Signalweg entschlüsselt, der bei Diabetes die Nervenregeneration hemmt. Außerdem haben sie ein therapeutisches Peptid entwickelt, das neue Perspektiven für die Behandlung und möglicherweise auch für die Prävention diabetischer Nervenschädigungen bietet.

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Toujeo® bleibt

Levemir® läuft ab Q2 2025 in Deutschland aus.1 Toujeo® könnte eine alternative Therapieoption für Ihre Patient*innen sein.# Von 1 × tägl. Levemir® kann die Umstellung 1:1 auf Basis der bisherigen Basalinsulineinheiten erfolgen.$ Bei 2 × tägl. Levemir® ist die Toujeo®-Anfangsdosis 80 % der bisherigen Basalinsulindosis.

Referenzen

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Riechrezeptoren der Niere steuern Blutdruck und Zuckerhaushalt

Nicht nur die Nase kann riechen – auch die Niere verfügt über „Riechrezeptoren“. Auf diese Weise steuert das paarige Organ zentrale Körperfunktionen wie den Blutdruck.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ketonsupplementierung senkt dosisabhängig den postprandialen Blutzucker-, Lipid- und Ghrelinspiegel bei Personen mit Typ-2-Diabetes: eine randomisierte Crossover-Studie
Diabetologia 28.11.2025

Ein Update zu Hypophysitis
Nat Rev Endocrinol 27.11.2025

Geschlechtsspezifische Zusammenhänge von Prolaktin und Progesteron mit der glykämischen Kontrolle bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes
Clin Med Insights Endocrinol Diabetes 29.11.2025

Latenter Autoimmundiabetes bei Erwachsenen: Nicht Typ 1, nicht Typ 2, sondern ein bisschen von beidem
Cleve Clin J Med 01.12.2025

 
 
 
Schwangerschaft: Geruch fettiger Lebensmittel fördert Fettleibigkeit in der nächsten Generation

Schwangerschaft: Geruch fettiger Lebensmittel fördert Fettleibigkeit in der nächsten Generation

Forschende vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung haben herausgefunden, dass der Geruch von fettigen Lebensmitteln während der Schwangerschaft das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit bei den Nachkommen erhöht.

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PANORAMA:

Sind Hypoglykämien nur dann klinisch relevant, wenn sie im Koma enden? Nach Ansicht der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ganz klar nein. Sie kritisiert deshalb die Entscheidung des Schlichtungsausschusses und sieht die Patientenversorgung gefährdet.
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Spielzeug-Hype zu Weihnachten: Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) warnt vor hormonaktiven Substanzen in Spielzeug und erklärt, worauf Eltern beim Kauf achten sollten.
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Die Deutsche Menopause Gesellschaft (DMG) begrüßt derweil die Entscheidung der FDA, die „Black Box“-Warnhinweise auf östrogenhaltigen Präparaten zur Hormonersatztherapie zu streichen.
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TERMINE:

4. Hammer Schilddrüsenkurs: „One day of thyroid surgery”
16. Januar 2026
Hamm

D-A-CH-Tagung 2026: Update Endokrinologie und Diabetologie
23. – 24. Januar 2026
Online

31. Jahrestagung der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie
6. – 7. Februar 2026
Osnabrück

69. Deutscher Kongress für Endokrinologie
11. – 13. März 2026
Weimar

 
 

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