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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Diabetologie und Endokrinologie,
einer Studie zufolge gehen jährlich weltweit 2,2 Millionen neue Fälle von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Softdrinks und ähnliche gesüßte Getränke zurück. Das ist das Ergebnis einer Studie der Tufts University, USA. Die Forscher berechneten die gesundheitlichen Folgen des Konsums zuckerhaltiger Getränke. Sie zogen dazu Zahlen aus den Jahren 1990 bis 2020 heran und kombinierten die Datensätze für 184 Länder. Der größte Anstieg der durch mit Zucker gesüßten Getränke verursachten Fälle von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen war in Afrika südlich der Sahara zu verzeichnen.
Und eine neue Studie der University of Barcelona, Spanien, zu diabetischer Kardiomyopathie zeigt, dass die Aktivierung des PPARβ/δ-Rezeptors dazu beitragen kann, die Prozesse der Entzündung und Fibrose unter hyperglykämischen Bedingungen zu verlangsamen. „Viele der PPARβ/δ-regulierten Gene sind am Lipid- und Glukosestoffwechsel beteiligt. Dieses Protein wird mit Stoffwechselkrankheiten in Verbindung gebracht, die einen entzündlichen Hintergrund haben: zum Beispiel Insulinresistenz, die durch Fettleibigkeit oder Diabetes ausgelöst wird, Dyslipidämie oder die metabolische Fettlebererkrankung“, erklärt Letztautor der Studie, Manuel Vázquez-Carrera.
Das könnte Sie auch interessieren: Forscher aus Greifswald haben herausgefunden, wie seltene genetische Varianten den menschlichen Stoffwechsel stark beeinflussen und zu Stoffwechselerkrankungen beitragen können. Eines der neu entdeckten Gene spielt eine wichtige Rolle im Sulfatstoffwechsel. Ist dieser aufgrund einer Mutation des Gens gestört, kann dies mit einem erhöhten Risiko für muskuloskelettale Erkrankungen einhergehen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und einen guten Start in das neue Jahr!
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