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Liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie schon einmal von der Klonalen Hämatopoese (CH) gehört? Ein Phänomen, das klassischerweise in der Hämatologie verankert und mit Blutkrebs assoziiert ist, könnte für Diabetologen nämlich von größerer Relevanz sein als bislang angenommen.
Der Vorgang beschreibt die mutationsgetriebene Ausbreitung bestimmter Blutzellen. Die Schlussfolgerungen aus bisherigen Studien sahen in Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Adipositas Risikofaktoren für solche Mutationen und das Auftreten von CH. Diese Annahme widerlegen nun die Ergebnisse einer Studie der University of Florida (USA) – und drehen den Spieß sogar um! So führte zum Beispiel eine Mutation des Dnmt3a-Gens – häufig an CH beteiligt – bei Mäusen zu einer Gewichtszunahme und einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Ein genauerer Blick auf die Blutzellen könnte sich im Kampf gegen Diabetes also lohnen.
Außerdem berichten wir über ein neues Operationsverfahren der Charité in Berlin für Kinder mit Hyperinsulinismus sowie ein neues Sensorsystem zur potenziellen Überwachung von Vitamin B6 und Glukose im Schweiß.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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