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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Diabetologie und Endokrinologie,
eine Studie mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung zeigte, dass Hybrid-Closed-Loop-Systeme bessere Werte des Langzeitblutzuckers (HbA1c-Werte) und ein geringeres Risiko für hypoglykämisches Koma bieten, jedoch häufiger zu diabetischen Ketoazidosen führen. Aufgrund des höheren Risikos für Ketoazidosen sei es wichtig, Patienten gezielt aufzuklären und bei möglicher Stoffwechselentgleisung die Ketonkörper im Blut oder Urin engmaschig zu messen, um solche unerwünschten Ereignisse zu verhindern, betonen die Autoren der Studie.
Forschende des Deutschen Diabetes-Zentrums und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben erstmals den zeitlichen Verlauf der Insulinwirkung auf Proteinkinasen in menschlichen Muskelzellen detailliert untersucht. Die Analyse zeigte nach Angaben der Forscher erstmals, dass Insulin ein komplexes Netzwerk von Signalen auslöst, die sich wellenartig durch die Zellen ausbreiten. „Unsere Forschung verdeutlicht, dass Insulin nicht nur die Blutglukoseregulation steuert, sondern ein dynamisches Netzwerk aus Eiweißmodifikationen orchestriert, das präzise und zeitlich abgestimmt die Reaktion der Zellen auf Insulin koordiniert“, fasst Studienleiter Prof. Hadi Al-Hasani die Ergebnisse zusammen.
Auch interessant: Forscher der schweizerischen Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa haben eine neue 3-D-Gewebeanalyse für Schilddrüsentumore entwickelt. Diese spezielle Röntgenmethode ermöglicht mithilfe künstlicher Intelligenz präzisere Diagnosen, ohne das entnommene Gewebe zu beschädigen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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