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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Diabetologie und Endokrinologie,
durch Diäten bedingte Schwankungen des Körpergewichtes (auch als Jo-Jo-Effekt bekannt) erhöhen das Risiko für eine Nierenkrankheit bei Menschen mit Typ-1-Diabetes signifikant. Das berichtet die Endocrine Society, USA, in einer neuen Studie. Die Teilnehmer mit größeren Gewichtsschwankungen erlebten demnach einen Rückgang der geschätzten glomerulären Filtrationsraten um 40 Prozent gegenüber den Ausgangswerten.
Forscher aus China haben herausgefunden, dass das Protein GPR107 eine schützende Rolle in den Nieren von Personen mit diabetischer Nephropathie (DN) spielt. Sie fanden heraus, dass das Protein GPR107 die Internalisierung des Angiotensin-II-Rezeptors Typ 1 (AT1R) in Podozyten durch Clathrin-vermittelte Endozytose erleichtert. In diabetischen Nieren beeinträchtigt der Verlust von GPR107 diese Internalisierung, was zu einer erhöhten AT1R-Signalisierung führt. Diese löst eine Kaskade aus, die die Produktion von Collagen IV fördert und dessen Abbau hemmt.
Das könnte Sie auch interessieren: Forscher der University of North Carolina (UNC), USA, haben herausgefunden, dass Diabetiker häufiger eine Besiedelung mit antibiotikaresistenten Staphylokokkenstämme aufweisen. „Staphylococcus aureus ist in einzigartiger Weise geeignet, die diabetische Umgebung auszunutzen. Sobald diese resistente Mutation auftritt, hat der Patient überschüssige Glukose und kein Immunsystem, um den Mutanten zu beseitigen. Und dieser übernimmt innerhalb weniger Tage die gesamte Bakterienpopulation“, erklärt Prof. Lance Thurlow von der UNC.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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