Ausgabe 06/2026

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Mittwoch, 04. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

über einen längeren Zeitraum anhaltende oder immer wiederkehrende Bauchschmerzen oder Blähungen, zusammen mit Veränderungen beim Stuhlgang, wegen denen Patienten ärztliche Hilfe suchen: Laut Schätzungen sind zwischen zehn und 20 Prozent der deutschen Bevölkerung vom Reizdarmsyndrom (RDS) betroffen. Der im Jahr 2021 aktualisierten S3-Leitlinie zufolge ist dann von einem RDS auszugehen, wenn mit den genannten Faktoren eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen einhergeht und andere Erkrankungen, die für die Symptome verantwortlich sein könnten, ausgeschlossen wurden.  

Die Leitlinie spricht ferner von einer familiären Häufung des RDS: Demnach ist die Wahrscheinlichkeit für solche Beschwerden etwa zwei- bis dreifach erhöht, wenn man einen nahen Verwandten mit der Erkrankung hat. Eine aktuelle Analyse einer großen schwedischen Kohorte hat nun einen generationenübergreifenden Zusammenhang beim RDS bestätigt. Sie hat aber auch andere Faktoren identifiziert, die eine Rolle dabei zu spielen scheinen, ob sich ein RDS in der Jugend bis ins frühe Erwachsenenalter fortsetzt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem ersten Beitrag.

Abdominale Schmerzen werden ebenfalls in einer Untersuchung von Forschenden der Ruhr-Universität Bochum thematisiert: Die Wissenschaftler beschäftigten sich mit der Wahrnehmung verschiedener Schmerztypen und stellten fest, dass viszerale Schmerzen stärker empfunden werden als solche, die von äußeren Reizen ausgehen. Den Ergebnissen zufolge ist bei abdominalen Schmerzen auch das Mitgefühl mit anderen betroffenen Personen stärker ausgeprägt. Die Wissenschaftler sehen hier einen Ansatzpunkt für die Erforschung von Vorhersagefaktoren für empathische Reaktionen – beispielsweise bei medizinischem Fachpersonal.

Mehr dazu und weitere Neuigkeiten aus der Gastroenterologie lesen Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Reizdarmsyndrom bei Jugendlichen: Häufig kein Problem mehr im Erwachsenenalter

Reizdarmsyndrom bei Jugendlichen: Häufig kein Problem mehr im Erwachsenenalter

Zwei von drei Jugendlichen mit Reizdarmsyndrom (RDS) überwinden die Erkrankung, bevor sie erwachsen sind. Das geht aus einer Langzeitstudie hervor, an der mehr als 2500 Personen teilnahmen.

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Zusätzlich zu einer lebensverändernden Gewichtsabnahme von durchschnittlich 15–17 %** konnte in Studien eine Verbesserung der Lebensqualität6,7 sowie multipler gewichtsbedingter Komorbiditäten1,6–9 gezeigt werden. Zudem konnten protektive Effekte auf die Progression von Nierenerkrankungen10, auf Typ 2 Diabetes11 und auf die Lebergesundheit2 beobachtet werden.***

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Studie: Warum wir bei abdominalen Schmerzen am stärksten (mit)fühlen

Die Art eines Schmerzes beeinflusst, als wie unangenehm man ihn empfindet: Solche, die aus dem Inneren des Körpers kommen, etwa Schmerzen im Abdomen, werden als schlimmer wahrgenommen als somatische Schmerzen. Das beeinflusst auch das Mitgefühl mit anderen Menschen.

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Verräterisches Leuchten: Biosensor in Darmbakterien macht Überwachung der Darmgesundheit möglich

Verräterisches Leuchten: Biosensor in Darmbakterien macht Überwachung der Darmgesundheit möglich

Forschende von der University of British Columbia haben im Labor Darmbakterien so verändert, dass ihre Fluoreszenz bei Krankheit abnimmt und somit eine Überwachung der Darmgesundheit ermöglichen.

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Fußnoten und Referenzen | Fachinformation

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Lynch-Syndrom: Präventiver Impfstoff vielversprechend

Der experimentelle Krebsimpfstoff NOUS-209 stimuliert das Immunsystem sicher dahingehend, Krebsvorstufen und -zellen bei Menschen mit Lynch-Syndrom gezielt anzugreifen. Dies geht aus einer aktuellen Studie in „Nature Medicine“ hervor.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Niederfrequente repetitive transkranielle Magnetstimulation lindert viszerale Schmerzen bei Reizdarmsyndrom mit Diarrhoe durch Hemmung des medialen präfrontalen Kortex
Gut, 02.02.2026

Validierung einer Serum-basierten Biomarker-Signatur zur Detektion von duktalen Adenokarzinomen des Pankreas im Frühstadium
Gastroenterology 2026;170(2):375-384.

Ein neuer nicht invasiver Test auf Leberfibrose: Über einen einfachen Test auf eine Stoffwechseldysfunktion-assoziierte steatotische Leberkrankung hinaus
Clin Gastroenterol Hepatol 2026;24(2):342-354.e2.

 
 
 
 
Altersstandardisierte Krebsmortalität in Deutschland sinkt

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Das Statistische Bundesamt vergleicht die Situation bei Krebs mit der vor 20 Jahren − und sieht viele positive Trends. Doch Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache − vor allem wegen eines Krebstyps.

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KURZMELDUNGEN:

Welchen Einfluss haben soziale Medien wie TikTok auf die Ernährungsgewohnheiten junger Menschen? Das haben polnische Wissenschaftler nun in einer Studie untersucht – und kommen zu dem Schluss: einen ziemlich großen.
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Die genetischen Treiber für Typ-2-Diabetes lassen sich nicht allein anhand von Blutproben identifizieren. Eine neue Studie legt nahe, dass sich die entscheidenden Mechanismen vor allem im Gewebe abspielen.
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Wegen steigender Kosten wird darüber diskutiert, unnötige Praxisbesuche zu vermeiden. Eine längst beschlossene Umstellung hängt aber seit Monaten fest, wie Patientenschützer kritisieren. Wann kommt das Dauerrezept?
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TERMINE:

JUGA Digital: After Work Crashkurs – Vom Symptom zur Diagnose: Eosinophile Ösophagitis erkennen und behandeln
05.02.2026
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42nd Annual Conference of the German Association for the Study of the Liver
06.02.-07.02.2026
Freiburg im Breisgau

Update EoE – Was ist neu bei Diagnose und Therapie?
11.02.2026
online

Viszeralonkologisches Kolloquium – Kolonkarzinom
11.02.2026
online

Gastro Talk an Bord
11.02.2026
online

 

 
 

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