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Liebe Leserinnen und Leser,
über einen längeren Zeitraum anhaltende oder immer wiederkehrende Bauchschmerzen oder Blähungen, zusammen mit Veränderungen beim Stuhlgang, wegen denen Patienten ärztliche Hilfe suchen: Laut Schätzungen sind zwischen zehn und 20 Prozent der deutschen Bevölkerung vom Reizdarmsyndrom (RDS) betroffen. Der im Jahr 2021 aktualisierten S3-Leitlinie zufolge ist dann von einem RDS auszugehen, wenn mit den genannten Faktoren eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen einhergeht und andere Erkrankungen, die für die Symptome verantwortlich sein könnten, ausgeschlossen wurden.
Die Leitlinie spricht ferner von einer familiären Häufung des RDS: Demnach ist die Wahrscheinlichkeit für solche Beschwerden etwa zwei- bis dreifach erhöht, wenn man einen nahen Verwandten mit der Erkrankung hat. Eine aktuelle Analyse einer großen schwedischen Kohorte hat nun einen generationenübergreifenden Zusammenhang beim RDS bestätigt. Sie hat aber auch andere Faktoren identifiziert, die eine Rolle dabei zu spielen scheinen, ob sich ein RDS in der Jugend bis ins frühe Erwachsenenalter fortsetzt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem ersten Beitrag.
Abdominale Schmerzen werden ebenfalls in einer Untersuchung von Forschenden der Ruhr-Universität Bochum thematisiert: Die Wissenschaftler beschäftigten sich mit der Wahrnehmung verschiedener Schmerztypen und stellten fest, dass viszerale Schmerzen stärker empfunden werden als solche, die von äußeren Reizen ausgehen. Den Ergebnissen zufolge ist bei abdominalen Schmerzen auch das Mitgefühl mit anderen betroffenen Personen stärker ausgeprägt. Die Wissenschaftler sehen hier einen Ansatzpunkt für die Erforschung von Vorhersagefaktoren für empathische Reaktionen – beispielsweise bei medizinischem Fachpersonal.
Mehr dazu und weitere Neuigkeiten aus der Gastroenterologie lesen Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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