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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend – und gelegentlich beschleicht einen das Gefühl, dass die Konsumenten nicht wirklich sicher sind, welchem Zweck genau die eingenommenen Kapseln und Pulver dienen sollen. Ebenso unklar ist bei nicht wenigen auch, wie sie sich auf die Leber auswirken. Potenziell hepatotoxische pflanzliche Inhaltsstoffe standen daher im Mittelpunkt einer neuen Untersuchung aus den USA. Die Autoren, die sich sechs Präparate beziehungsweise Inhaltsstoffe aus dem riesigen Angebot herausgepickt hatten, fanden in der chemischen Analyse große Abweichungen zwischen den ausgewiesenen Inhaltsstoffen und dem, was die Produkte tatsächlich enthielten. Vorsicht ist also durchaus geboten.
Trotz der Skepsis gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln, die diese Studie vermittelt, sei der Verweis auf eine Untersuchung aus Kanada gestattet: Hier haben Wissenschaftler die Vorteile untersucht, die ein Extrakt aus der exotischen Frucht Camu-Camu bei der mit einer Stoffwechseldysfunktion assoziierten steatotischen Lebererkrankung haben könnte. Ihr Ergebnis: Es war eine Reduzierung der Leberlipide um mehr als sieben Prozent zu beobachten.
Lesen Sie außerdem in dieser Woche bei uns, was Forschende über den Nutzen einer hohen Proteinzufuhr bei mangelernährten Intensivpatienten herausgefunden haben, und über eine Untersuchung zu den Vorteilen einer laparoskopischen gegenüber einer offenen Hemihepatektomie. Ein weiteres spannendes Thema ist auch der „Duft der Pathogene“, der den Darm – zumindest beim Fadenwurm – auf eine bevorstehende Infektion vorbereiten kann.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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