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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
anlässlich des Weltkrebstages in dieser Woche (4. Februar) war sowohl in Fachmedien als auch in der Publikumspresse viel über onkologische Erkrankungen zu lesen – häufig mit dem Schwerpunkt Prävention und Vorsorgeuntersuchungen. Screening-Programme leisten in dieser Hinsicht gute Dienste, doch auch das Bewusstsein jedes Einzelnen für das eigene potenzielle Risiko ist wichtig – dazu gehört, in der engeren Familie bezüglich Auffälligkeiten aufmerksam zu sein.
So berichten Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in einer gemeinsamen neuen Untersuchung über Zusammenhänge zwischen dem individuellen Darmkrebsrisiko und wiederholten Diagnosen von Darmpolypen bei Verwandten. Die Autoren der in „Gastroenterology“ publizierten Arbeit stellten fest, dass vor allem das Risiko für Darmkrebs in jungen Jahren – der tendenziell weltweit immer häufiger auftritt, wie wir schon verschiedentlich berichteten – signifikant erhöht ist, wenn innerhalb einer Familie häufiger Polypen als Darmkrebsvorstufe festgestellt worden sind.
Mit dem Pankreaskarzinom – ebenfalls eine gastroenterologische Tumorerkrankung, die aufgrund ihrer schlechten Prognose noch immer sehr intensiv erforscht wird – haben sich indessen Wissenschaftler von der Universitätsmedizin Göttingen in einer aktuellen Arbeit beschäftigt. Sie glauben, einen vielversprechenden Ansatz für neue Behandlungsstrategien gefunden zu haben. Dabei geht es um die gezielte Beeinflussung von Immunzellen und entzündlichen Signalwegen, die dazu führen könnten, dass bisher schlecht auf Therapien ansprechende Patienten von neuen Therapiekombinationen profitieren.
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Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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