Ausgabe 28/2026

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Mittwoch, 08. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

erinnern wir uns: Die COVID-19-Pandemie hatte nicht nur individuell für die von einer Infektion Betroffenen mitunter schwerwiegende Folgen. Sie hatte auch Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft und führte zu merklichen Einschnitten in der medizinischen Versorgung. Aufgrund konkreter Kontaktbeschränkungen, aber auch der Angst vieler Patienten vor einer möglichen Ansteckung in Praxen oder Krankenhäusern, kam es zu Verschiebungen planbarer Eingriffe, zu verzögerten Diagnosen und zu Unterbrechungen bei Therapien. Große Sorge bestand dahingehend vor allem bei Krebspatientinnen und -patienten und deren Behandlern: Würden die durch das Coronavirus verursachten Wartezeiten Einfluss auf das Wachstum und die Operabilität von Tumoren haben oder das Überleben der Betroffenen verschlechtern?

Wissenschaftler aus Halle/Saale haben dies nun gemeinsam mit britischen Kollegen anhand von Daten zu fast 20.000 Patientinnen und Patienten aus 466 Kliniken in 59 Ländern untersucht. Sie geben vorsichtige Entwarnung: Offenbar hatten die Verzögerungen aufgrund der COVID-19-Pandemie keinen erkennbaren negativen Einfluss auf die Rate vollständiger Tumorresektionen. In mehr als 90 Prozent der Fälle gelang eine R0-Resektion, und auch die 30-Tage-Sterblichkeit erhöhte sich laut den Forschenden durch längere Wartezeiten nicht.

Die Studienautoren warnen aber auch: Ihre Ergebnisse können nicht pauschal auf jeden Einzelfall übertragen werden. Auch konnten in der vorliegenden Analyse keine Aussagen zu langfristigen Folgen für das Überleben und das Rezidivrisiko getroffen werden. Mehr zu dieser Studie können Sie in unserem ersten Beitrag lesen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Verschobene Krebsoperationen: Kein Einfluss darauf, wie gut Tumoren entfernt werden konnten

Verschobene Krebsoperationen: Kein Einfluss darauf, wie gut Tumoren entfernt werden konnten

Während der Corona-Pandemie wurden planbare Krebsoperationen verschoben. Eine Studie zeigt, dass dies insgesamt betrachtet nicht beeinflusste, ob ein Tumor vollständig entfernt werden konnte.

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Adé Trial&Error, hallo Personalisierung

Der Vedolizumab-CDST-Kalkulator berechnet mithilfe eines publizierten Algorithmus (Dulai et al. Gastroenterology 2018) die Wahrscheinlichkeit, mit der Patient:innen mit Morbus Crohn auf eine 26-wöchige Therapie mit Vedolizumab ansprechen. Berechnen auch Sie die Ansprechwahrscheinlichkeit für Ihren Patientenfall.

Pflichtangaben

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Darmkrebs mit Lebermetastasen: Wer hat den wahrscheinlichsten Nutzen von einer adjuvanten Chemotherapie?

Ein Bluttest könnte in Zukunft dabei helfen, Patienten mit in die Leber metastasiertem Darmkrebs zu identifizieren, die nach einer Operation mit der höchsten Wahrscheinlichkeit von einer Chemotherapie profitieren. Das zeigen entsprechende Forschungsergebnisse.

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Entwicklung des kindlichen Pankreas könnte aufdecken, wie Diabetes entsteht

Entwicklung des kindlichen Pankreas könnte aufdecken, wie Diabetes entsteht

Die Entwicklung des Pankreas in den ersten Lebensjahren könnte entscheidend für das spätere Diabetesrisiko sein. US-amerikanische Forschende haben erstmals die Reifung der Langerhans-Inseln im kindlichen Pankreas detailliert kartiert. Die Ergebnisse könnten zudem neue Hinweise auf die Entstehung von Typ-1-Diabetes liefern.

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Eosinophile Ösophagitis: Ein Viertel der Betroffenen zeigt eine Besonderheit der Gelenke

Die eosinophile Ösophagitis (EoE) kann sich bei Kleinkindern und Jugendlichen sowie im mittleren Lebensalter manifestieren. Forschende vom Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital in Chicago (USA) haben nun einen spezifischen Subtyp bei Kindern und jungen Erwachsenen ausgemacht.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Zusammensetzung und funktionelles Potenzial des Darmmikrobioms stehen bei 4685 Erwachsenen aus einer schwedischen prospektiven Kohorte mit dem Auftreten von Typ-2-Diabetes in Zusammenhang.
Cell Rep Med 2026;7(6):102835.

Proteinquellen in der Ernährung beeinflussen die Pathogenese der Kolitis durch bakterielle Modulation von Gallensäuren.
Cell Mol Gastroenterol Hepatol 24.06.2026

Ethanol-Pharmakokinetik vor und nach Sleeve-Gastrektomie und Roux-en-Y-Magenbypass. Eine prospektive 3-Jahres-Studie (BAR-TRIAL).
Int J Obes (Lond) 17.06.2026

 
 
 
 
Pankreaskarzinom: Fachgesellschaften fordern raschen Zugang zu Daraxonrasib

Pankreaskarzinom: Fachgesellschaften fordern raschen Zugang zu Daraxonrasib

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), die Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (AIO) und die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), den neuen Wirkstoff Daraxonrasib rasch für Patienten mit Pankreaskarzinom verfügbar zu machen.

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KURZMELDUNGEN:

Das Magen- und Ösophaguszentrum am Universitätsklinikum Münster ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als „Exzellenzzentrum für die Chirurgie des Magens und der Speiseröhre“ zertifiziert worden.
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Die Koalition will die immer höheren Milliardenausgaben für die Gesundheitsversorgung geplantes Spargesetz kommen auf der Zielgeraden noch einige Nachjustierungen.
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Eine aktuelle Analyse zeigt: KI-Modelle sind weniger sicher als gedacht. Werden Medizin-KI-Modelle mit Patientendaten trainiert, ist dies besonders heikel.
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TERMINE:

33rd Biennial Congress of International Society of University Colon and Rectal Surgeons
23.–25. Juli 2026
Kuala Lumpur (Malaysia)

Hepatobiliäre Onkologie 2026
26. August 2026
online

SSAI Annual Congress and Swiss Autoimmune Liver Disease Meeting
27.–28. August 2026
Lugano (Schweiz)

5. Brandenburgisches Sommersymposium der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg
29. August 2026
Neuruppin

 
 

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