Ausgabe 37/2025

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Mittwoch, 10. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser, 
 
bei der Einschätzung des leberassoziierten Mortalitätsrisikos von Personen, die regelmäßig exzessiv Alkohol trinken, wird dieser Konsum nicht selten isoliert betrachtet. Dabei wäre es sinnvoll, auch die Ernährungsgewohnheiten und die körperliche Aktivität in die Beurteilung einzubeziehen, wie die Autoren einer neuen Studie aus den USA meinen. Sie hatten dazu eine groß angelegte Analyse von Daten aus dem National Health and Nutrition Examination Survey durchgeführt.
 
Die Autoren zogen aus ihren Ergebnissen den Schluss, dass täglicher Alkoholkonsum und Rauschtrinken unabhängig voneinander mit einem erhöhten leberbedingten Sterberisiko assoziiert sind. Dabei fiel dieses Risiko für Personen mit gesunden Ernährungsgewohnheiten und einer den aktuellen Empfehlungen entsprechenden körperlichen Aktivität deutlich geringer aus. Ein weiteres auffälliges Ergebnis: Frauen erzielten durch solche Verhaltensweisen größere Vorteile als Männer.
 
Möglicherweise gibt es einen Weg, um im Vorfeld zu erkennen, bei wem exzessiver Alkoholkonsum besonders negative Auswirkungen auf die Leber haben wird. Autoren einer anderen aktuellen Studie haben das Schicksal eines Enzyms erforscht, das am Recycling unerwünschter Proteine beteiligt ist. Bei regelmäßigem Alkoholmissbrauch kann es seine Aufgabe, die in der Entfernung eines bestimmten Proteins besteht, nicht mehr erfüllen. Eine Akkumulation dieses Proteins wiederum trägt zur Entstehung einer Fettleber bei. Lesen Sie mehr dazu und zu anderen Themen in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
 
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Durch Alkohol verursachte Leberschäden: Sport und gute Ernährung vermitteln offenbar geringeres Mortalitätsrisiko

Durch Alkohol verursachte Leberschäden: Sport und gute Ernährung vermitteln offenbar geringeres Mortalitätsrisiko

In einer neuen Studie haben Wissenschaftler untersucht, wie körperliche Aktivität und die Qualität der Ernährung mit unterschiedlichen Leveln und Mustern des Alkoholkonsums interagieren – mit dem Ergebnis, dass gesundes Essen und häufigerer Sport das mit Alkohol in Zusammenhang stehende Risiko für leberassoziierte Mortalität signifikant senkt.

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Exzessiver Alkoholkonsum: Gestörtes Protein-Recycling trägt zu MASLD bei

US-Forschende haben herausgefunden, dass der Schlüssel für den Zusammenhang zwischen Alkoholmissbrauch und einer Stoffwechseldysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) in einem Enzym liegt, das am Recycling unerwünschter Proteine beteiligt ist.

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Darmkrebs: Studie zeigt auf, welche Rolle Abstammung und genetische Varianten spielen können

Darmkrebs: Studie zeigt auf, welche Rolle Abstammung und genetische Varianten spielen können

In einer groß angelegten Untersuchung in Brasilien – und damit in einer Population mit einem hohen Maß an Diversität die Abstammung betreffend – haben sich fünf bis zehn Prozent aller Fälle von Kolorektalkarzinomen als hereditär erwiesen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Einsatz von Antibiotika und Risiko für im Krankenhaus beginnende Infektion mit Clostridioides difficile
JAMA Netw Open. 2025;8(8):e2525252.

Orale Kontrazeptiva und Risiko für Leberkrebs: bevölkerungsbasierte Studie, systematischer Review und Metaanalyse
Lancet Oncol 2025;26(8):1031-1042.

Frühe zirkulierende Tumor-DNA und Überleben beim metastasierten Kolorektalkarzinom unter Immuncheckpoint-Inhibitoren: Sekundäre Analyse der randomisierten klinischen Studie SAMCO-PRODIGE 54
JAMA Oncol. 2025;11(8):874-882.

 
 

Unterschiedliche Verdauung: Protein ist für den Darm nicht gleich Protein

Proteinreiche Lebensmittel werden immer beliebter. Neue Ergebnisse aus einer Studie an Mäusen deuten darauf hin, dass die Einteilung von Nahrungsproteinen als entweder tierisch oder pflanzlich die Unterschiede nicht ausreichend erfasst. Dies bezieht sich auf die Zusammensetzung sowie auf die Verdauungseffizienz und ihre Zugänglichkeit für die Darmmikrobiota.

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Rezeptoren von Darmbakterien erkennen überraschend breites Spektrum an Stoffwechselprodukten

Rezeptoren von Darmbakterien erkennen überraschend breites Spektrum an Stoffwechselprodukten

Ein internationales Forscherteam hat sich mit einer bislang wenig erforschten Frage befasst: Wie nehmen Mikroorganismen in unserem Darm ihre Umgebung wahr? Das Ergebnis: Die sensorischen Fähigkeiten nützlicher Bakterien im Darm sind sowohl präzise als auch evolutiv anpassungsfähig.

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KURZMELDUNGEN:

Zum Angebot der Krankenhäuser gibt es seit einiger Zeit auch ein staatliches Informationsportal – und daran hält sich Kritik. Kommt nun das Aus?
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Mit 98 Prozent haben fast alle Kliniken in Deutschland mit den organisatorischen Vorbereitungen zur Einführung der elektronischen Patientenakte begonnen. Dies geht aus einer aktuellen Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstitutes hervor.
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US-Wissenschaftler haben einen möglichen Mechanismus entdeckt, wie anhaltender Stress krank macht: Neuronen in der medialen Amygdala reagieren auf Stress und regen über eine Verbindung zum Hypothalamus die Glukoseausschüttung der Leber an. Die präklinischen Ergebnisse sind nicht nur für Diabetiker von Bedeutung.
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TERMINE:

Viszeralmedizin 2025
15. - 20. September 2025
Leipzig

24. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung
22. - 24. September 2025
Hamburg

Gastroskopie-Kurs Hanau
25. - 26. September 2025
Hanau

 
 

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