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Liebe Leserinnen und Leser,
das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht beim Verzehr von Fisch oder Meeresfrüchten keine nennenswerten gesundheitlichen Risiken durch die Aufnahme von Methylquecksilber: Bei normalen Konsummengen liege die aufgenommene Menge an Methylquecksilber unterhalb der tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmemenge, erklärt das BfR. Zu dieser Erkenntnis ist im Großen und Ganzen auch eine internationale Arbeitsgruppe in einer neuen Studie gekommen – sie förderte aber auch noch etwas anderes Grundsätzliches zu Tage.
Den Autoren zufolge schädigt Methylquecksilber nämlich nicht nur das Nervensystem, sondern kann auch den Stoffwechsel und die Lebergesundheit beeinflussen. In Versuchen an Mäusen führte die Belastung mit Methylquecksilber zu erhöhten Blutfettwerten, zu Leberschäden und Veränderungen im Fettgewebe, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnte. Eine besondere Rolle spielt diesem Zusammenhang offenbar Apolipoprotein E: Bestimmte Varianten (ApoE2 und ApoE3) binden der aktuellen Untersuchung zufolge Methylquecksilber stärker. Zudem verstärkte ein Mangel dieses Proteins die negativen Effekte. Insgesamt deutet die Studie darauf hin, dass Umweltgifte und genetische Faktoren gemeinsam die Stoffwechselgesundheit beeinflussen.
Ein in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger diskutierter Umweltfaktor, der auch den menschlichen Organismus schädigen kann, sind Mikro- und Nanoplastik. Erforscht wird dabei unter anderem, ob es in die Leber von Tieren und Menschen gelangt. Eine aktuelle Übersichtsarbeit weist darauf hin, dass diese Partikel tatsächlich Entzündungen, oxidativen Stress und Fibrose auslösen können und damit zur Entstehung oder Verschlimmerung von Lebererkrankungen beitragen. Obwohl noch Forschungslücken bestehen, sehen Wissenschaftler darin einen möglichen wichtigen Umweltfaktor für den weltweiten Anstieg von Leberkrankheiten.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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