Ausgabe 21/2026

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Mittwoch, 20. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht beim Verzehr von Fisch oder Meeresfrüchten keine nennenswerten gesundheitlichen Risiken durch die Aufnahme von Methylquecksilber: Bei normalen Konsummengen liege die aufgenommene Menge an Methylquecksilber unterhalb der tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmemenge, erklärt das BfR. Zu dieser Erkenntnis ist im Großen und Ganzen auch eine internationale Arbeitsgruppe in einer neuen Studie gekommen – sie förderte aber auch noch etwas anderes Grundsätzliches zu Tage.

Den Autoren zufolge schädigt Methylquecksilber nämlich nicht nur das Nervensystem, sondern kann auch den Stoffwechsel und die Lebergesundheit beeinflussen. In Versuchen an Mäusen führte die Belastung mit Methylquecksilber zu erhöhten Blutfettwerten, zu Leberschäden und Veränderungen im Fettgewebe, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnte. Eine besondere Rolle spielt diesem Zusammenhang offenbar Apolipoprotein E: Bestimmte Varianten (ApoE2 und ApoE3) binden der aktuellen Untersuchung zufolge Methylquecksilber stärker. Zudem verstärkte ein Mangel dieses Proteins die negativen Effekte. Insgesamt deutet die Studie darauf hin, dass Umweltgifte und genetische Faktoren gemeinsam die Stoffwechselgesundheit beeinflussen.

Ein in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger diskutierter Umweltfaktor, der auch den menschlichen Organismus schädigen kann, sind Mikro- und Nanoplastik. Erforscht wird dabei unter anderem, ob es in die Leber von Tieren und Menschen gelangt. Eine aktuelle Übersichtsarbeit weist darauf hin, dass diese Partikel tatsächlich Entzündungen, oxidativen Stress und Fibrose auslösen können und damit zur Entstehung oder Verschlimmerung von Lebererkrankungen beitragen. Obwohl noch Forschungslücken bestehen, sehen Wissenschaftler darin einen möglichen wichtigen Umweltfaktor für den weltweiten Anstieg von Leberkrankheiten.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Methylquecksilber: Experimentelle Studie lässt negativen Einfluss auf Stoffwechsel und Leber vermuten

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Laut den Ergebnissen einer neuen internationalen Studie kann die Exposition gegenüber Methylquecksilber, einer der giftigsten Quecksilberverbindungen, auch die Stoffwechselgesundheit des Körpers beeinträchtigen.

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Bei EoE genau hinschauen*,1

Adaptives Essverhalten Ihrer EoE-Patienten# kann die eigentliche Krankheitslast maskieren.1,2 Mit dem IMPAKTS-Fragebogen können Sie die Krankheitskontrolle überprüfen. Denken Sie bei unzureichend therapierten EoE-Patienten an DUPIXENT®.*,3

REFERENZEN | PFLICHTTEXT

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Umwelt-Hepatologie: Steht Mikroplastik mit einem signifikanten Anstieg von Lebererkrankungen in Verbindung?

Es gibt immer mehr Belege dafür, dass Mikro- und Nanoplastik aus der Umwelt in die Leber sowohl von Wildtieren – zu Lande und zu Wasser – als auch von Menschen gelangen. Welche Folgen hat das?

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Symptomkontrolle bei PPI Step-off und
als Add-on

Im Rahmen einer bestehenden Therapie mit PPI eignen sich Alginate als Add-on oder zum Step-off bei unzureichendem Ansprechen unter PPI. Zwar empfiehlt die S2k-Leitlinie eine PPI-Therapiedauer von 4–8 Wochen2 – doch viele GERD-Patienten werden übertherapiert.3 Neue Studiendaten zu Alginat1 belegen: Mit GAVISCON Advance schaffen 9 von 10 GERD-Patienten den PPI Step-off – leitliniengerecht & wirksam.

Pflichttext & Referenzen

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Mikroplastik: Nitril- und Latexhandschuhe könnten zu einer Überschätzung der Menge im Labor führen

Mikroplastik: Nitril- und Latexhandschuhe könnten zu einer Überschätzung der Menge im Labor führen

Laut einer Studie der University of Michigan können Nitril- und Latexhandschuhe, die Wissenschaftler bei der Messung von Mikroplastik tragen, dazu führen, dass der Gehalt der winzigen Schadstoffe in Proben überschätzt wird.

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Adé Trial&Error, hallo Personalisierung

Der Vedolizumab-CDST-Kalkulator berechnet mithilfe eines publizierten Algorithmus (Dulai et al. Gastroenterology 2018) die Wahrscheinlichkeit, mit der Patient:innen mit Morbus Crohn auf eine 26-wöchige Therapie mit Vedolizumab ansprechen. Berechnen auch Sie die Ansprechwahrscheinlichkeit für Ihren Patientenfall.

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Entzündungsgene als Link zwischen Bauchspeicheldrüsenkrebs und Stoffwechselerkrankungen

Neuen Daten zufolge sind bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Adipositas und Diabetes dieselben Gene aktiv. Gemeinsame Entzündungsprozesse könnten erklären, warum Menschen mit Stoffwechselerkrankungen häufig eine schlechtere Prognose bei Krebserkrankungen haben – und neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Eine durch Künstliche Intelligenz gestützte Strategie, um mangelhafte Darmvorbereitungen vor Koloskopien zu reduzieren. Eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie.
Am J Gastroenterol 2026;121(4):890–898.

Hepatitis-B-Virus-RNA sagt Hepatozelluläres Karzinom trotz Virussuppression voraus.
Aliment Pharmacol Ther 2026;63(8):1089–1098.
 
Klinische Merkmale der akuten und der chronischen Pankreatitis bei Kindern und der Einfluss von Adipositas.
Pancreas 2026;55(4):e337–e346.
 
 
 
 
Stoffwechselgesundheit nach Adipositas-Chirurgie: Darmmikrobiota spielt eine Rolle

Stoffwechselgesundheit nach Adipositas-Chirurgie: Darmmikrobiota spielt eine Rolle

Ein Wandel der Darmmikrobiota nach bariatrischen Eingriffen steht in einem engen Zusammenhang mit Veränderungen der Stoffwechselgesundheit. Auch eine dauerhafte Besserung eines Typ-2-Diabetes ist damit assoziiert. Das berichten aktuell Forschende aus Schweden.

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KURZNACHRICHTEN:

Bereits im mittleren Lebensalter ist Multimorbidität in Deutschland weit verbreitet. Das geht aus einer aktuellen Versorgungsatlas-Studie hervor.
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Beim Darmbakterium Segatella copri gibt es Stämme, die genetisches Bonusmaterial besitzen, das sie toleranter gegenüber Sauerstoff macht.
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Large Language Models zeigen deutliche Schwächen bei grundlegenden administrativen Aufgaben im Krankenhausalltag. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.
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