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Liebe Leserinnen und Leser,
bekanntermaßen trinkt der Durchschnitts-Deutsche im europäischen Vergleich relativ viel Alkohol: Laut dem Statistischen Bundesamt, das Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zitiert, wurden im Jahr 2022 hierzulande pro Person (15 Jahre plus) ganze 11,2 Liter reiner Alkohol konsumiert. Das ist zwar immerhin weniger als noch zehn Jahre zuvor (12,1 Liter pro Kopf), doch im europäischen Vergleich liegt Deutschland in Sachen Alkoholkonsum mit einem neunten Platz immer noch recht weit vorn. Welche Folgen dieser „Genuss“ für den Körper haben kann, muss man Gastroenterologen nicht erzählen.
Interessant – auch für die Kommunikation mit Patienten – sind aber neue Forschungsergebnisse zum Muster des Alkoholkonsums. In einer aktuellen Studie besaßen Patienten mit Stoffwechseldysfunktion-assoziierter steatotischer Lebererkrankung (MASLD) ein fast dreimal erhöhtes Risiko für eine fortgeschrittene Leberfibrose, wenn sie nur gelegentlich, dann aber viel tranken. Die Studienautoren sind der Ansicht, dass gelegentlichem starkem Alkoholkonsum in der Forschung allgemein mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Mehr zu der genannten Studie können Sie in unserem ersten Beitrag lesen.
Auch in den übrigen Meldungen beschäftigen wir uns mit der Lebergesundheit. So berichten wir über einen zirkadianen Mechanismus des Triglyceridtransportes aus der Leber, der für die Behandlung steatotischer Lebererkrankungen von Bedeutung sein könnte. Und: Ein Forscherteam aus Würzburg berichtet, dass bestimmte Immunzellen in Reaktion auf eine Leberschädigung ihren Zustand ändern und besonders entzündungsfördernd wirken können. Außerdem gibt es Aktuelles zu Hepatitis B und C aus Europa und den USA.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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