Ausgabe 17/2026

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Mittwoch, 22. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bekanntermaßen trinkt der Durchschnitts-Deutsche im europäischen Vergleich relativ viel Alkohol: Laut dem Statistischen Bundesamt, das Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zitiert, wurden im Jahr 2022 hierzulande pro Person (15 Jahre plus) ganze 11,2 Liter reiner Alkohol konsumiert. Das ist zwar immerhin weniger als noch zehn Jahre zuvor (12,1 Liter pro Kopf), doch im europäischen Vergleich liegt Deutschland in Sachen Alkoholkonsum mit einem neunten Platz immer noch recht weit vorn. Welche Folgen dieser „Genuss“ für den Körper haben kann, muss man Gastroenterologen nicht erzählen.

Interessant – auch für die Kommunikation mit Patienten – sind aber neue Forschungsergebnisse zum Muster des Alkoholkonsums. In einer aktuellen Studie besaßen Patienten mit Stoffwechseldysfunktion-assoziierter steatotischer Lebererkrankung (MASLD) ein fast dreimal erhöhtes Risiko für eine fortgeschrittene Leberfibrose, wenn sie nur gelegentlich, dann aber viel tranken. Die Studienautoren sind der Ansicht, dass gelegentlichem starkem Alkoholkonsum in der Forschung allgemein mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Mehr zu der genannten Studie können Sie in unserem ersten Beitrag lesen.

Auch in den übrigen Meldungen beschäftigen wir uns mit der Lebergesundheit. So berichten wir über einen zirkadianen Mechanismus des Triglyceridtransportes aus der Leber, der für die Behandlung steatotischer Lebererkrankungen von Bedeutung sein könnte. Und: Ein Forscherteam aus Würzburg berichtet, dass bestimmte Immunzellen in Reaktion auf eine Leberschädigung ihren Zustand ändern und besonders entzündungsfördernd wirken können. Außerdem gibt es Aktuelles zu Hepatitis B und C aus Europa und den USA.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Alkohol und Leberschäden: Gelegentlicher starker Konsum kann bei MASLD das Risiko verdreifachen

Alkohol und Leberschäden: Gelegentlicher starker Konsum kann bei MASLD das Risiko verdreifachen

Eine neue Studie legt nahe, dass nicht nur die insgesamt konsumierte Menge Alkohol, sondern auch das Muster des Konsums sogar bei moderatem Alkoholkonsum negative Effekt haben kann.

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Innere Uhr der Leber steuert die tägliche Triglyceridsekretion

Eine neue Studie zeigt einen bisher unbekannten zirkadianen Mechanismus des Transports von Triglyceriden aus der Leber auf, der für die Behandlung steatotischer Lebererkrankungen von Bedeutung sein könnte.

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Netzwerke aus Immunzellen verstärken Lebererkrankungen

Netzwerke aus Immunzellen verstärken Lebererkrankungen

Bestimmte Immunreaktionen können in der Leber Schäden hervorrufen. Ein Würzburger Forschungsteam hat nun mögliche Gegenmaßnahmen aufgezeigt.

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Chronische Hepatitis B: Schätzung der Betroffenen in Europa reicht von 2,4 bis 4,1 Millionen

Die Chronische Hepatitis B ist in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) weit verbreitet. Sie betraf im Jahr 2022 schätzungsweise 0,7 Prozent der Bevölkerung.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Update der klinischen AGA-Leitlinie zur Risikostratifizierung und neuen Surveillance-Strategien für das Hepatozelluläre Karzinom: Experten-Review.
Gastroenterology 15.04.2026

Kennzeichen von Leberkrebs: Therapeutische Implikationen.
 
Akutes Leberversagen infolge massiver Lebernekrose.
 
 
 
 
Hepatitis C in den USA: Zahl der DAA-Behandlungen im freien Fall?

Hepatitis C in den USA: Zahl der DAA-Behandlungen im freien Fall?

Laut einer neuen Untersuchung kämpfen Millionen Amerikaner immer noch mit Hepatitis C, obwohl sie mit direkt wirksamen antiviralen Medikamenten geheilt werden könnten – die sie jedoch nicht erhalten.

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KURZMELDUNGEN:

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) den Referentenentwurf zu den GKV-Sparvorschlägen bemängelt und den Umgang der Politik mit den Leistungserbringern kritisiert.
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Im westeuropäischen Vergleich ist die vermeidbare Sterblichkeit in weiten Teilen Deutschlands weiterhin hoch. Sind unsere Präventionsmaßnahmen zu mangelhaft?Weiterlesen ...

Derzeit ist die Organspende nach dem irreversiblen Hirnfunktionsausfall die einzige rechtlich zulässige Form der Spende. Die Einführung der Organspende auch nach Herz-Kreislauf-Stillstand könnte Wartezeiten verkürzen und Transplantationszahlen steigern. Das zeigen Simulationen auf Basis europäischer Daten.
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TERMINE:

DGVS Seminar Onkologische Gastroenterologie 2026, Modul 1
28.-30. April 2026
Düsseldorf

29.April 2026
Oldenburg
 
07. Mai 2026
online
 
12.-15. Mai 2026
Hannover
 
 
 

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