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Liebe Leserinnen und Leser des KOMPAKT GASTROENTEROLOGIE,
wenn Krebspatienten, die nicht schon zuvor untergewichtig waren, innerhalb eines halben Jahres nach der Diagnose ungewollt mehr als fünf Prozent ihres Körpergewichts verlieren, spricht man von einer Tumorkachexie. Laut bisherigem Kenntnisstand ist sie eine Folge komplexer Stoffwechselprozesse und nicht nur das Ergebnis eines verminderten Appetits der Betroffenen.
Forschende aus Deutschland haben aber nun gemeinsam mit internationalen Kollegen die Leber als einen offenbar wichtigen Faktor bei der Entstehung der Tumorkachexie erkannt. Die Hauptrollen spielen dabei ein spezifisches Gen und die innere Uhr der Leber. Aus den neu erkannten Zusammenhängen könnten sich möglicherweise Biomarker entwickeln lassen, anhand derer bereits bei der Feststellung einer Krebserkrankung Patienten erkennbar wären, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Tumorkachexie besteht. Mehr dazu können Sie in unserem Newsletter erfahren.
Außerdem berichten wir in dieser Woche unter anderem über eine mögliche Senkung des Darmkrebsrisikos durch einen Magenbypass bei adipösen Patienten, über den Einsatz von Probiotika zur Sanierung des Darmmikrobioms nach einer Antibiotikatherapie und über steigende Fallzahlen der alveolären Echinokokkose in Europa.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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