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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
die Ergebnisse einer neuen Studie deuten auf eine mögliche Erklärung für die Beobachtung hin, dass Patienten mit chronischen Darmentzündungen häufig außerdem an Darmkrebs erkranken: Einem Forschungsteam aus Kiel zufolge ist bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen die Produktion des Proteins HKDC1 erhöht. Von diesem Protein weiß man aus älteren Untersuchungen, dass es eine Rolle bei einigen Krebstypen spielt und vor allem im Darm zu finden ist. Die Ergebnisse der neuen Studie könnten für eine mögliche Therapie relevant sein, glauben die Wissenschaftler.
Mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen hat sich auch eine kanadische Gruppe von Forschern beschäftigt und festgestellt, dass fast die Hälfte der beobachteten Patienten von einem vorzeitigen Tod (vor dem 75. Lebensjahr) betroffen war. Das Risiko dafür war erhöht, wenn die Patienten schon früh im Leben noch eine weitere chronische Erkrankung entwickelt hatten. Die Arbeitsgruppe hofft, dass ihre Erkenntnisse die Prävention voranbringen werden. Mehr zu diesen beiden Studien und weitere Nachrichten aus der Gastroenterologie finden Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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