Untersuchung der Darmbarriere mit einem Zusatzstipendium für interdisziplinäre Biowissenschaften an Doktoranden des FLI21. März 2025 Leaky Gut. (Abbildung: © Preeti Frames/stock.adobe.com) Mit zunehmendem Alter wird die Darmbarriere schwächer, sodass mikrobielle Nebenprodukte in den Blutkreislauf gelangen und zu leichten chronischen Entzündungen beitragen können. Um diesen Prozess zu untersuchen, entwickelt Ulas Isildak, Promovierender am Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI), eine computergestützte Methode, um das Ausmaß und die Auswirkungen der mikrobiellen Translokation bei älteren Menschen zu messen. Dafür hat er nun ein Zusatzstipendium der Joachim Herz Stiftung für interdisziplinäre Biowissenschaften in Höhe von 12.500 Euro erhalten. Bis zu fünfzig Promovierende und Postdocs werden jährlich bei ihrer interdisziplinären Forschung durch die Stiftung unterstützt. Hierbei richtet sich die Förderung an Doktoranden und Postdocs, die an fachübergreifenden Forschungsfragen der Schnittstellen zwischen Biowissenschaften und Physik, Informatik, Mathematik, Technik und verwandten Forschungsfeldern arbeiten. Ziel des Stipendiums ist es, einen intensiven Einblick in eine für die wissenschaftliche Forschung wichtige, angrenzende Disziplin sicherzustellen. Die Fördermittel von bis zu 12.500 Euro können über den Zeitraum von zwei Jahren flexibel und individuell eingesetzt werden.Bioinformatiker Isildak ist FLI-Doktorand am Ende des zweiten Jahres und in der Forschungsgruppe von Dr. Handan Melike Dönertas tätig. Er arbeitet am Projekt „Repurposing host WGS data to investigate microbial content in blood and its relationship with aging and age-related diseases“. Mit Unterstützung des Zusatzstipendiums der Joachim Herz Stiftung wird Isildak eine Ausbildung in Molekularbiologie absolvieren, um diese Methode experimentell validieren zu können. Ist die Validierung erfolgreich, dann möchte er diesen Ansatz nutzen, um die Auswirkungen der mikrobiellen Translokation in menschlichen Proben zu bewerten, die verschiedene Altersgruppen, Krankheiten und Lebensstile repräsentieren. Dies ermöglicht dem Forscher, neue mechanistische Erkenntnisse zu gewinnen und potenzielle Interventionsziele zu identifizieren.
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