Ausgabe 22/2026

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Mittwoch, 27. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bei einer steatotischen Lebererkrankung können, wenn geeignete Maßnahmen ausbleiben, schwere Entzündungen des Organs, eine Fibrose oder gar Leberkrebs die Folge sein. Doch damit nicht genug: Ein solcher Zustand stellt nicht nur ein Leberproblem dar, sondern kann auch Herz und Stoffwechsel belasten, wie die Autoren einer neuen Untersuchung belegen.
 
Dieser zufolge weisen Menschen mit einer steatotischen Lebererkrankung häufiger gefährliche, nicht verkalkte Koronarplaques auf und besitzen ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse. Die Verfasser der aktuellen Arbeit vermuten daher in einer Fettleber einen wichtigen Marker für Herzerkrankungen.
 
Lebererkrankungen stehen auch im Mittelpunkt einer gerade veröffentlichten Artikelserie im Journal „The Lancet Regional Health – Europe“. In den Beiträgen wird deutlich, dass es nicht ausreicht, das Problem aus hepatologischer Sicht zu betrachten. Zudem fordern die Verfasser dezidierte Maßnahmen im Rahmen der europäischen Gesundheitssysteme, die „die Lebergesundheit mit Diabetes, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Alkoholpolitik, der Krebsprävention und den Bedürfnissen unterversorgter Bevölkerungsgruppen“ verknüpfen. Auch der Stigmatisierung leberkranker Patienten müsse entgegengewirkt werden.
 
Und: Die Zeit der Warnungen vor einer Verschlechterung der Situation in Europa sei vorbei, konstatieren die Autoren – nun gelte es, konkret zu werden und zu handeln. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
 
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche, 




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Mehr Hochrisikoplaques bei Menschen mit Fettleber

Mehr Hochrisikoplaques bei Menschen mit Fettleber

Menschen mit Fettleber weisen offenbar eine höhere Menge an nicht verkalkten, rupturgefährdeten Koronarplaques und ein fast doppelt so hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse auf wie Menschen ohne Fettleber. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie in „Clinical Gastroenterology and Hepatology“.

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Tierisch neu – Der SteQeyma™-Pen

Mit SteQeyma™ profitieren Gastroenterologen und ihre Patienten von hoher Flexibilität: Neben Fertigspritze und Infusionsoption steht das Ustekinumab-Biosimilar nun auch als Fertigpen zur Verfügung. Die einmalige Rücklagerung in den Kühlschrank innerhalb von 31 Tagen unterstützt ein praxisnahes Handling. Ergänzt wird dies durch eine auf 4 Jahre verlängerte Haltbarkeit.

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Chronische Lebererkrankungen in Europa: Die vermeidbare Krise unterhalb des Radars

In einer neuen Artikelserie in „The Lancet Regional Health – Europe“ fordern die Autoren, Lebererkrankungen stärker in umfassendere nationale und EU-weite politische Strategien zu Ernährung, Alkohol, Adipositas, öffentlicher Gesundheit und nicht übertragbaren Krankheiten einzubinden.

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STIKO-Update: Prevenar 20® für junge Risikopatient:innen

Denken Sie bei Ihren jungen Patient:innen z. B. mit chron.-entzündl. Darmerkrankungen (MC, CU) an den Pneumokokken-Schutz!1 Denn: Das Risiko für eine invasive Pneumokokken-Erkrankung ist bei Kindern mit mind. einer Ko-Morbidität bis zu 17,8-fach erhöht.2 Nur Prevenar 20® ist STIKO-empfohlen & erstattbar für die Pneumokokken-Indikationsimpfung, seit Kurzem auch für 2–17-Jährige.2

Fachinformation | Referenzen

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Bakterien im Speichel: Warnsignal für Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre?

Bakterien im Speichel: Warnsignal für Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre?

Wissenschaftler des Sydney Brenner Institute for Molecular Bioscience (SBIMB) an der Universität Witwatersrand (Südafrika) untersuchen, ob Bakterien im Speichel Hinweise auf Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre geben können – bei geringem Kostenaufwand.

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Geeignet für Massenproduktion: Menschliche Darmorganoide mit funktionierenden Nerven

Ein spezielles Kultursystem ermöglicht die Herstellung größerer, schneller wachsender menschlicher Organoide im Labor – für den Einsatz in der Forschung und zur potenziellen Gewebereparatur in Dünndarm, Dickdarm und Magen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Inzidenz der Hepatitis-B-Virus-Reaktivierung bei Patienten unter Behandlung mit Immunsuppressiva und Chemotherapeutika.
Aliment Pharmacol Ther 26..05.2026

Dringende versus frühzeitige endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie bei leichter bis mittelschwerer akuter Cholangitis. Randomisierte kontrollierte Studie.
Gut 20.05.2026

Auswirkungen eines computergestützten Gerätes zur Detektion von Magen-Neoplasien. Multizentrische, randomisierte kontrollierte Studie.
Gastroenterology 2026;170(7):1518-1532.

 
 
 
 
ASCO 2026: Mit Avatrombopag gegen Thrombozytopenie bei Krebs im Magen-Darm-Trakt

ASCO 2026: Mit Avatrombopag gegen Thrombozytopenie bei Krebs im Magen-Darm-Trakt

Ein oraler Thrombopoetin-Rezeptor-Agonist hat sich in einer aktuellen Phase-II-Studie zu Patienten mit gastrointestinalen Krebserkrankungen als hochwirksam gegen die Chemotherapie-induzierte Thrombozytopenie (CIT) erwiesen.

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KURZMELDUNGEN:

Mit der in diesen Tagen erfolgten Zulassung von Bulevirtid in den USA erreicht eine in Deutschland entwickelte Therapie gegen chronische Hepatitis D nun auch den weltweit wichtigsten Arzneimittelmarkt.
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Das EU-Forschungsprojekt CHEM-SCAN – koordiniert von der Universität Bielefeld – macht sichtbar, wie Tumorzellen auf Therapien reagieren und wie sich Behandlungen künftig gezielter auswählen und anpassen lassen könnten.
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Mit ONCOlleg hat das Mitteldeutsche Krebszentrum der Universitätskliniken Leipzig und Jena eine neue Fortbildungsreihe gestartet. Mit ihr sollen Patienten und deren Angehörige während und nach einer Krebserkrankung noch enger in Forschungsfragen zur Verbesserung der Krebsvorsorge einbezogen werden.
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TERMINE:

European Association for the Study of Liver Congress 2026
27.–30. Mai 2026
Barcelona (Spanien)

Bilio-pankreatische Intervention
11.–12. Juni 2026
Ludwigshafen

Gastroskopie
12.–13. Juni 2026
Hannover

GI-Oncology – 22. Interdisziplinäres Update
13. Juni 2026
Wiesbaden

DGVS Digital: Gastroenterologische Infektionen 2026 (Teil III)
17. Juni 2026
online

Viszeralmedizin NRW 2026
18.–19. Juni 2026
Dortmund

 
 

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