Ausgabe 14/2026

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Donnerstag, 02. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Brustkrebs ist eine schwerwiegende Erkrankung, deren Therapie nicht selten mit erheblichen Nebenwirkungen einhergeht. Ein Bluttest könnte nun bei einer bestimmten Patientinnengruppe helfen, diese zu vermeiden: Werden Blutproben von Frauen über 70 Jahren mit östrogenrezeptorpositivem Brustkrebs zu Beginn oder im Verlauf einer endokrinen Therapie negativ auf zirkulierende Tumor-DNA getestet, zeigen die Patientinnen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen stabilen Krankheitsverlauf oder eine Tumorverkleinerung. In dieser Gruppe könnten zusätzliche Operation und Bestrahlung daher mehr Nebenwirkungen als Nutzen mit sich bringen.

Weniger schwerwiegend, aber ebenfalls belastend, ist die bakterielle Vaginose, von der weltweit bis zu 30 Prozent der Frauen betroffen sind. Ein internationales Forscherteam hat nun einen neuen Ansatz zur Rezidivprophylaxe untersucht. Die Gabe eines Multistamm-Probiotikums führte zu einer stabileren Besiedelung des vaginalen Mikrobioms mit schützenden Lactobacillus crispatus-Stämmen und verringerte das Rezidivrisiko signifikant. In weiteren Studien soll der Ansatz nun optimiert und perspektivisch zur Zulassung geführt werden.

Zu guter Letzt noch einmal zurück zu älteren Frauen, diesmal allerdings ohne Krebserkrankung. Postmenopausale Frauen haben aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels bekanntermaßen ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Neu ist hingegen ein jüngst beobachteter Zusammenhang: Frauen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko – in der Studie anhand des PREVENT-Scores der American Heart Association bestimmt – hatten auch ein deutlich höheres Risiko für Knochenfrakturen. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko gezielt jene Patientinnen identifizieren könnte, die von einer Knochendichtemessung oder einer weiterführenden Abklärung profitieren.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und schöne Osterfeiertage!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Ein Bluttest könnte die Behandlung von Brustkrebs bei älteren Frauen besser anpassen

Ein Bluttest könnte die Behandlung von Brustkrebs bei älteren Frauen besser anpassen

Eine amerikanische Studie zeigt, dass ein Bluttest die Behandlungsentscheidungen für eine sorgfältig ausgewählte Gruppe von Frauen ab 70 Jahren mit Östrogenrezeptor-positivem Brustkrebs unterstützen kann. Diese Frauen erwogen eine endokrine Therapie als primäre Behandlung und verzichteten auf Operation und Bestrahlung.

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Duale HER2-Blockade: Therapiestandard seit über 10 Jahren

Seit über einem Jahrzehnt ist die duale HER2-Blockade mit Perjeta® und Herceptin® bzw. Phesgo® der etablierte First-Line-Standard beim HER2+ mBC. Die Therapie beginnt mit mindestens sechs Zyklen Induktion in Kombination mit Docetaxel und wird anschließend als chemotherapiefreie Erhaltungstherapie bis zur Progression fortgeführt.

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Multistamm-Probiotika zur Vorbeugung von Rückfällen der bakteriellen Vaginose

Ein internationales Forscherteam hat einen vielversprechenden neuen Ansatz zur Vorbeugung von wiederkehrender bakterieller Vaginose identifiziert.

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Vaginalinfektionen? Mit Sicherheit das
Richtige empfehlen.

Vaginale Dysbiosen können bei häufigen Rezidiven und durch zunehmende Resistenzen eine therapeutische Herausforderung darstellen. Aktuelle Leitlinien nennen Antiseptika als sinnvolle Therapiealternative.1,2 octenisept® Vaginaltherapeutikum bietet eine einfache und effektive Behandlung bei bakteriellen und pilzbedingten* Vaginalinfektionen3,4 sowie Mischinfektionen und ist ab dem 2. Trimenon geeignet.

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Herzgesundheit als Indikator für Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen

Herzgesundheit als Indikator für Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen

Amerikanische Forschende geben an, dass postmenopausale Frauen mit einem hohen vorhergesagten kardiovaskulären Risiko ein fast doppelt so hohes Risiko für Hüftfrakturen aufweisen.

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NEU von DR.KADE: KadeFlora® Milchsäureovula

Milchsäure reguliert den vaginalen pH-Wert und unterstützt damit die Regenerierung des sauren Vaginalmilieus. Zur Behandlung von Ausfluss und Intimgeruch bei bakterieller Vaginose – ergänzend zu Antibiotika oder als Einzeltherapie bei leichten Beschwerden. PEG-frei, einfache Anwendung, auch geeignet bei Scheidentrockenheit sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.

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Eierstockkrebs: Fettgewebe beeinflusst Wirksamkeit der Immuntherapie

Bei Eierstockkrebs zeigen Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren bislang nur bei wenigen Betroffenen Wirkung. Forschende haben nun entdeckt, dass Fettstoffwechsel-Prozesse im Tumorumfeld eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie gut solche Therapien wirken.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Proteomanalyse von Zervikovaginalflüssigkeit zur Entdeckung diagnostischer Biomarker für Endometriose.
Proteomics Clin Appl 2026 May;20(3):e70044.

Frühe Vorhersage des Insulinbedarfs bei Schwangerschaftsdiabetes mithilfe eines sparsamen LASSO-Modells und eines punktbasierten Risikoscores.
Diabetes Res Clin Pract 2026 Mar 28:113228.

Natürliche Menopause, Menarche und Brustkrebsrisiko bei Trägerinnen pathogener BRCA1- und BRCA2-Varianten: Eine Mendelsche Randomisierungsanalyse.
Br J Cancer 2026 Mar 30.

Sialinsäure verschlimmert das polyzystische Ovarialsyndrom bei Mäusen durch Modulation des Darmmikrobiota-vermittelten Gallensäurestoffwechsels und der FXR-Aktivierung.
Nat Commun 2026 Mar 31.

 
 
 
Aktive Überwachung statt Operation bei duktalem Carcinoma in situ

Aktive Überwachung statt Operation bei duktalem Carcinoma in situ

Forscher, die eine Studie zur aktiven Überwachung von duktalem Carcinoma in situ (DCIS) leiten, bezeichneten erste Ergebnisse auf der 15. Europäischen Brustkrebskonferenz (EBCC15) in Barcelona als „beruhigend“.

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KURZMELDUNGEN:

Studien weisen darauf hin, dass der Konsum von Alkohol, Cannabis und Nikotin schon Monate vor der Zeugung erheblichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung haben kann.
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Ein Forscherteam hat neue Merkmale der Tumormikroumgebung bei triple-negativem Brustkrebs entdeckt, die mit einem höheren Rezidiv-Risiko einhergehen.
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Eine Studie der Universität Zürich zeigt, dass neben Alter und Geschlecht vor allem Wissen, Einstellungen sowie Empfehlungen von Ärzten die HPV-Impfbereitschaft bei Erwachsenen prägt.
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TERMINE:

XXXIV. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie der OEGGG
15.–18. April 2026
Salzburg, Österreich

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.–25. April 2026
Berlin

Gynäkologie Refresher
07.–09. Mai 2026
Köln

34. Osteoporoseforum
28.–30. Mai 2026
St. Wolfgang im Salzkammergut, Österreich

68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft
11.–13. Juni 2026
Berlin

 
 

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