Ausgabe 23/2026

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-kom-onko
 
 

Donnerstag, 04. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Gestationsdiabetes zählt zu den häufigsten Schwangerschaftserkrankungen und betrifft in Deutschland mittlerweile etwa acht bis zehn Prozent aller Schwangeren. Gleichzeitig erhöht die Stoffwechselstörung das Risiko für zahlreiche Komplikationen während der Schwangerschaft. Eine finnische Studie identifizierte nun einen möglichen neuen Risikofaktor für die Entstehung der Erkrankung: Schlafstörungen im zweiten Schwangerschaftsdrittel waren – unabhängig vom Alter der Mutter, dem BMI und anderen bekannten Risikofaktoren – mit einem signifikant erhöhten Risiko für Gestationsdiabetes assoziiert. Besonders relevant waren Einschlafstörungen, nächtliches oder frühmorgendliches Erwachen sowie ausgeprägte Tagesmüdigkeit. Den Autoren zufolge könnten Schlafstörungen somit zur frühzeitigen Identifizierung von Schwangeren mit erhöhtem Risiko beitragen. Gleichzeitig könnte eine Verbesserung der Schlafqualität künftig als unterstützende Maßnahme bei bestehendem Gestationsdiabetes in Betracht gezogen werden.

Eine frühe Erkennung und Behandlung der Erkrankung könnte auch vor dem Hintergrund einer neuen schwedischen Studie weiter an Bedeutung gewinnen: Die Forschenden konnten zeigen, dass Gestationsdiabetes das Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes nicht nur bei adipösen Frauen, sondern über alle Gewichtsklassen hinweg erhöht. Zwar war das Risiko bei einem BMI über 35 am höchsten, doch auch normalgewichtige Frauen wiesen ein signifikant erhöhtes Erkrankungsrisiko auf. Die Autoren plädieren daher für eine konsequentere Nachsorge nach Gestationsdiabetes. Wann und in welcher Form diese am sinnvollsten erfolgen sollte, müsse jedoch in zukünftigen Studien weiter untersucht werden.

Neben metabolischen Erkrankungen können auch Autoimmunerkrankungen Schwangere vor besondere Herausforderungen stellen. Gute Nachrichten gibt es nun jedoch für Patientinnen mit der neuromuskulären Autoimmunerkrankung Myasthenia gravis: Eine weitere schwedische Studie zeigte, dass eine Schwangerschaft bei Frauen mit Myasthenia gravis kein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsschübe oder eine Verschlechterung der Symptome mit sich brachte. Lediglich bei einem kleinen Teil der Frauen traten in der postpartalen Phase schwerere oder länger anhaltende Schübe auf. Insgesamt war jedoch bei fast 90 Prozent der Patientinnen im ersten Jahr nach der Geburt keine stationäre Behandlung aufgrund der Myasthenia gravis erforderlich.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT GYNÄKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Schlafstörungen während der Schwangerschaft mit einem höheren Risiko für Gestationsdiabetes assoziiert

Schlafstörungen während der Schwangerschaft mit einem höheren Risiko für Gestationsdiabetes assoziiert

Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Kuopio und der Universität Ostfinnland zeigt, dass Schlafstörungen während der Schwangerschaft einen bedeutenden Risikofaktor für Gestationsdiabetes darstellen können.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 
    Advertorial    
 
 

ZURZUVAE™ – bei postpartaler Depression rasch handeln

Mit ZURZUVAE™ (Zuranolon) steht ab Q2 2026 erstmals eine schnell wirksame, 14-tägige orale Therapie für die Behandlung der postpartalen Depression (PPD) zur Verfügung.1,2,3 Zuranolon zeigte eine signifikante und klinisch bedeutsame, anhaltende Verbesserung depressiver Symptome.1 Die PPD ist eine schwere Erkrankung mit erheblichen Folgen für Mutter, Kind und die gesamte Familie.4

Fachinformation | Referenzen

ZUR_Digitalkampagne_2026_GE_Biogen-284533_GE_26Apr_200x250
 
 
 

Gestationsdiabetes erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes – selbst bei Normalgewicht

Gestationsdiabetes stellt laut einer Studie der Universität Göteborg einen starken Risikofaktor für eine spätere Typ-2-Diabetes-Erkrankung dar – selbst bei Frauen, die vor der Schwangerschaft ein normales Körpergewicht aufwiesen. Die Forscher fordern daher frühere Tests und eine bessere Nachsorge.

Lesen Sie hier weiter ...
 
Advertorial

Gynäkologische Praxen digital vernetzt

Automatische Erinnerungen an die HPV-Impfung, Bereitstellung von Infomaterial und eine einfache Kommunikation zwischen gynäkologischer Praxis und Patienten – das ermöglicht die PraxisApp „Meine GynPraxis“ und unterstützt so den Praxisalltag.

Curly,Haired,Woman,Sitting,On,Sofa,With,A,Cup,Of
 
 
Wie wirkt sich eine Schwangerschaft auf Myasthenia gravis aus?

Wie wirkt sich eine Schwangerschaft auf Myasthenia gravis aus?

Für Frauen mit Myasthenia gravis ist eine Schwangerschaft nicht mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsschübe oder für das Auftreten neuer beziehungsweise die Verschlimmerung bestehender Symptome verbunden.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Migräne bei Frauen unter Fertilitätsbehandlung: Eine prospektive Studie.
Headache 23.05.2026

Ergebnisse bei Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem/HER2-negativem frühem Mammakarzinom, stratifiziert nach Rezidivrisikogruppen – mit Fokus auf die Gruppe mit mittlerem Risiko: Retrospektive Analyse aus GEICAM-Studien.
Breast Cancer Res 25.05.2026

Interventionen bei klitoralen Adhäsionen/Phimose bei erwachsenen Frauen: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zu sexueller Funktion, Schmerzen und Rezidiven.
Int Urogynecol J 25.05.2026

Zusammenhang zwischen Entbindungsart und postpartalen psychiatrischen Erkrankungen.
Obstet Gynecol 21.05.2026

 
 

Niedrige Vitamin-D-Spiegel mit stärkeren Schmerzen nach Brustkrebs-Operationen assoziiert

Ein Vitamin-D-Mangel geht mit stärkeren – von moderat bis schwer reichenden – Schmerzen nach einer Brustkrebs-Operation sowie einem erhöhten Verbrauch an Opioiden einher; zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die online in der Fachzeitschrift „Regional Anesthesia & Pain Medicine“ veröffentlicht wurde.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Implantierbare „Zytokin-Fabriken“ zur Behandlung des Ovarialkarzinoms

Implantierbare „Zytokin-Fabriken“ zur Behandlung des Ovarialkarzinoms

Implantierbare „Zytokin-Fabriken“, die eine Immuntherapie direkt am Ort der Erkrankung bereitstellen, könnten in Zukunft Realität werden. Eine erste Studie am Menschen evaluierte eine neuartige zellbasierte Plattform zur lokalisierten Verabreichung von Interleukin-2 (IL-2) bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Die in Europa gemeldeten Fälle von Gonorrhö und Syphilis haben den höchsten Wert seit Jahren erreicht.
Weiterlesen ...

Die Verfügbarkeit der vertraulichen Spurensicherung für Betroffene sexueller Übergriffe und Vergewaltigungen soll sich in Thüringen verbessern.
Weiterlesen ...

Auf der Verleihung der Deutschen Startup Awards wurde Prof. Pia Wülfing für ihr Engagement gegen Brustkrebs als „Impact Entrepreneurin des Jahres“ ausgezeichnet.
Weiterlesen ...

TERMINE:

Symposium 2026: Der Beckenboden – Evidenz, Herausforderungen, Perspektiven
10. Juni 2026
Regensburg

22. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin
11.–12. Juni 2026
Stuttgart

68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft
11.–13. Juni 2026
Berlin

45. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie
11.–13. Juni 2026
München

 
 

„KOMPAKT GYNÄKOLOGIE“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen