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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
laut einer in der Fachzeitschrift „PLOS Medizin“ veröffentlichten Studie könnte die Inzidenz von Eierstockkrebs in Deutschland um fünf Prozent gesenkt werden, wenn Frauen, die keine Kinder mehr bekommen möchten, die Entfernung der Eileiter während anderer viszeralchirurgischer Eingriffe angeboten würde. Der potenzielle Gesamtnutzen einer solchen „opportunistischen“ Eileiterentfernung war bisher unklar gewesen. „Wir haben ein mathematisches Modell entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit abzuschätzen“, erklären die Autoren.
Forscher aus Österreich haben eine neuartige Methode zur Brustkrebsdiagnostik entwickelt, bei der Stoffwechselprofile aus dem Fingerschweiß analysiert werden. „Wir konnten zeigen, dass diese Art der Analyse eine genaue Überwachung des Therapieansprechens und der Stoffwechselveränderungen bei Brustkrebs ermöglicht – ohne den Patientinnen ständig Blut abnehmen zu müssen“, kommentiert Erstautor Michael Bolliger von der MedUni Wien.
Auch interessant: Das Ansprechen von Brustkrebs auf eine neoadjuvante Chemotherapie variiert erheblich, selbst wenn die Tumoren zum gleichen molekularen oder histologischen Subtyp gehören. Zu dieser Heterogenität trägt vor allem der Östruszyklus bei, wie jetzt an Mausmodellen gezeigt wurde. Das ist das Ergebnis einer in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichten Studie.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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