Brustkrebs: Stadium des Östruszyklus beeinflusst Empfindlichkeit gegenüber einer Chemotherapie4. Februar 2025 Foto: © Gorodenkoff/stock.adobe.com Das Ansprechen von Brustkrebs auf eine neoadjuvante Chemotherapie (NAC) variiert erheblich, selbst wenn die Tumoren zum gleichen molekularen oder histologischen Subtyp gehören. Zu dieser Heterogenität trägt vor allem der Östruszyklus bei, wie jetzt an Mausmodellen gezeigt wurde. In der neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde, zeigen die Forscher in drei Mausmodellen für Brustkrebs, dass das Ansprechen auf eine NAC verringert ist, wenn die Behandlung in der Diöstrusphase begonnen wird − verglichen mit der Einleitung während des Östrusstadiums. Ähnliche Ergebnisse wurden in retrospektiven prämenopausalen Kohorten menschlicher Patientinnen beobachtet. Mechanistisch gesehen kommt es während der Diöstrusphase zu systemischen und lokalen Veränderungen, darunter einer erhöhten Anzahl von Zellen, die einen epithelialen-mesenchymalen Übergang durchlaufen, der mit der Chemoresistenz in Zusammenhang steht. Außerdem gibt es einen verringerten Durchmesser der Tumorgefäße, was auf mögliche Einschränkungen der Arzneimittelempfindlichkeit und -verabreichung hindeutet, so die Autoren. Erhöhte Präsenz von Makrophagen Darüber hinaus ist die Diöstrusphase durch eine erhöhte Präsenz von Makrophagen gekennzeichnet, die zuvor mit der Induktion einer Chemotherapie-Resistenz in Verbindung gebracht wurde. Wenngleich die NAC den Östruszyklus unterbreche, bleibe diese erhöhte Makrophagen-Prävalenz bestehen und eine Depletion der Makrophagen mildere das verringerte Therapie-Ansprechen ab, das bei Behandlungsbeginn während des Diöstrusstadiums beobachtet wird, berichten die Autoren. „Unsere Daten zeigen, dass der Östruszyklus ein entscheidender infradianer Rhythmus ist, der die Chemosensitivität bestimmt. Dies rechtfertigt künftige klinische Studien, um den optimalen Zeitpunkt für den Behandlungsbeginn zu ermitteln und so die Ergebnisse der Chemotherapie zu verbessern“, schreiben die Forscher abschließend. (ir)
Mehr erfahren zu: "Reale Jahresüberschüsse der Praxen 2023 im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen " Reale Jahresüberschüsse der Praxen 2023 im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen Unter Berücksichtigung der Inflationsrate sind die realen Jahresüberschüsse der rund 80.000 ärztlichen und 29.000 psychotherapeutischen Praxen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 13,3 Prozent gesunken. Das geht […]
Mehr erfahren zu: "Warum Paare bei Kinderwunsch auf Alkohol, Cannabis und Nikotin verzichten sollten" Warum Paare bei Kinderwunsch auf Alkohol, Cannabis und Nikotin verzichten sollten Studien weisen zunehmend darauf hin, dass der Konsum von Alkohol, Cannabis und Nikotin nicht nur die Fruchtbarkeit beeinträchtigt, sondern schon Monate vor der Zeugung erheblichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung […]
Mehr erfahren zu: "Aktive Überwachung statt Operation bei duktalem Carcinoma in situ" Aktive Überwachung statt Operation bei duktalem Carcinoma in situ Forscher, die eine Studie zur aktiven Überwachung von duktalem Carcinoma in situ (DCIS) leiten, bezeichneten erste Ergebnisse auf der 15. Europäischen Brustkrebskonferenz (EBCC15) in Barcelona als „beruhigend“.