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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
eine langfristige Feinstaub-Belastung kann beim Menschen bekanntermaßen zu Entzündungen und chronischen Erkrankungen führen. Denn die kleinsten Partikel können tief in den Körper eindringen. Doch die Auswirkungen dieser Umweltgefahr beginnen bereits früher als bisher angenommen. Das berichten Forscher der Universität Lund, Schweden, und der Medizinischen Universität Graz, Österreich. Sie untersuchten Plazentagewebe unmittelbar nach der Geburt. Dabei zeigte sich, dass bereits ein kurzer Kontakt mit PM2,5-Partikeln, wie sie im dichten städtischen Straßenverkehr entstehen, zu deutlichen Schäden im Gewebe führt. Die Studie ergab, dass die Partikel nicht nur ein unterschätztes Risiko für das ungeborene Kind sind, sondern auch für Schwangere, da sie das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Weitere Neuigkeiten kommen aus den USA. Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health haben untersucht, ob manche Frauen vermehrt Mädchen oder Jungen gebären und welche Eigenschaften der Mutter damit zusammenhängen könnten. Dafür analysierten sie Daten zu mehr als 146.000 Schwangerschaften in den USA. Das Ergebnis: Je mehr Kinder des gleichen Geschlechtes bereits geboren wurden, desto wahrscheinlicher ist es der Studie zufolge, erneut ein Kind dieses Geschlechts zu bekommen. Und ältere Mütter haben laut der Studie eine höhere Wahrscheinlichkeit, mehrere Kinder des gleichen Geschlechts zur Welt zu bringen. Die Ursache hierfür könnte laut den Autoren bei zwei Einzelnukleotid-Polymorphismen liegen.
Das könnte Sie auch interessieren: Laut einer neuen Studie der Pennsylvania State University, USA, könnten stark erhöhte HMGB1-Werte im Menstruationsblut auf Endometriose hindeuten. Die Forschenden entwickelten ein neuartiges Gerät, welches nach ihren Angaben das Protein bereits in niedrigen Konzentrationen fünfmal sensitiver nachweisen kann als bestehende Labortests.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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