Ausgabe 15/2026

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Donnerstag, 09. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Woche habe ich Ihnen von einem Multistamm-Probiotikum berichtet, das bei rezidivierender bakterieller Vaginose hilft. Heute geht es ebenfalls um ein Probiotikum – diesmal eines, das das Risiko wiederholter Frühgeburten verringern kann. Die Einnahme eines Präparats mit Clostridium butyricum ab der Frühschwangerschaft führte in einer Studie zu einer signifikanten Reduktion der Rezidivrate. Ein möglicher Wirkmechanismus sind Veränderungen der Darmflora, die bei supplementierten Frauen einen fünffach höheren Anteil an Clostridium-Arten aufwies. Die Behandlung war nicht mit schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen verbunden und könnte künftig ein einfaches Mittel zur Senkung des Risikos wiederholter spontaner Frühgeburten darstellen.

Eine weitere Studie beschäftigte sich mit an Endometriose leidenden Frauen und zeigte, dass bestimmte Lebensstilfaktoren den Schweregrad der Symptome beeinflussen können. Besonders das Einhalten der allgemeinen Empfehlungen von 150 Minuten körperlicher Aktivität pro Woche wirkt sich positiv auf Hormonhaushalt und Schmerzverarbeitung aus. Eine mediterrane Ernährung kann ebenfalls Schmerzen lindern und Verdauungsbeschwerden verbessern. Auch ausreichend Schlaf, effektives Stressmanagement und ein mäßiger Alkoholkonsum zeigen positive Effekte. Keine dieser Maßnahmen ersetzt eine medizinische Therapie – und doch geben sie Betroffenen die Möglichkeit, aktiv zu ihrem Wohlbefinden beizutragen.

All diese Maßnahmen wirken selbstverständlich auch über die Endometriose hinaus. Eine aktuelle Studie zeigt vielmehr, dass insbesondere körperliche Aktivität auch darüber hinaus einen erheblichen Einfluss hat: Frauen, die sich im mittleren Lebensalter an die Empfehlungen zur körperlichen Aktivität hielten, hatten in einer kürzlich in „PLOS Medicine“ veröffentlichten australischen Studie ein nur halb so hohes Sterberisiko wie inaktive Frauen gleichen Alters.

Die aktuellen Studien unterstreichen wieder einmal, dass neben medikamentösen Therapien auch andere Einflussfaktoren einen nicht zu unterschätzenden Nutzen für die Gesundheit haben können.

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Verringerung des Risikos wiederholter Frühgeburten durch Probiotika

Verringerung des Risikos wiederholter Frühgeburten durch Probiotika

Japanische Forschende haben herausgefunden, dass die Einnahme von Probiotika mit Clostridium butyricum ab der Frühschwangerschaft möglicherweise einer spontanen Frühgeburt vorbeugen können.

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Maternale Immunisierung kann Leben retten

Wussten Sie, dass 93 % der Säuglinge unter 3 Monaten mit Pertussis stationär aufgenommen werden müssen und etwa 1 % von ihnen stirbt?1,2 Die maternale Immunisierung gegen Pertussis kann in den ersten Lebensmonaten schützen.3 Die STIKO empfiehlt, Frauen in jeder Schwangerschaft zu impfen - werden Sie aktiv!

Pflichtangaben

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Der Lebensstil kann den Schweregrad der Endometriose-Symptome beeinflussen

Laut einer kürzlich in der Fachzeitschrift „Nutrients“ veröffentlichten Studie können Lebensstil- und Ernährungsumstellungen Frauen mit Endometriose helfen.

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Lynparza® & Bevacizumab (PAOLA-1): ÜberLEBEN redena,b,1,2

Einziger PARP-Inhibitor mit klinisch relevantem OS-Vorteila,1 in der 1L-Erhaltungstherapie des fortgeschrittenen HRD-positiven Ovarialkarzinoms.b,1,2

Bei HRD-positiven Patientinnen konnte mit Lynparza® & Bevacizumab ein mOS von mehr als 6 Jahren (75,2 Monate)a,1 erreicht werden.

Pflichttext | Referenzen

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Körperliche Aktivität halbiert bei Frauen im mittleren Lebensalter das Sterberisiko

Körperliche Aktivität halbiert bei Frauen im mittleren Lebensalter das Sterberisiko

Frauen, die im mittleren Lebensalter die Empfehlungen für körperliche Aktivität konsequent einhielten, hatten laut einer neuen australischen Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift „PLOS Medicine“ veröffentlicht wurde, ein halb so hohes Sterberisiko wie Frauen, die inaktiv blieben.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Gleichzeitige bilaterale Salpingo-Oophorektomie bei benigner Hysterektomie: klinische Determinanten, pathologische Korrelationen und der Bedarf an evidenzbasierten Leitlinien.
Menopause, 07.04.2026

Besteht ein Zusammenhang zwischen den Serum-MOTS-c-Spiegeln und dem MOTS-c-m.1382A>C-Polymorphismus und dem polyzystischen Ovarialsyndrom?
Arch Endocrinol Metab 2026;70(3):e260031.

Zusammenhang zwischen dem dynamischen Blutdruckverlauf während der Schwangerschaft und negativen Geburtsfolgen: eine große prospektive Kohortenstudie in China.
Hypertens Res, 07.04.2026

Die Viskoelastizität des Zervixschleims und die Spermiengeschwindigkeit korrelieren und sind in vitro konzentrationsabhängig.
PLoS One 2026;21(4):e0325574.

 
 

Einfluss der Wartezeit bis zur Diagnose auf die Überlebensrate bei Eierstockkrebs

Amerikanische Forschende untersuchten den Zusammenhang zwischen Überlebensrate und der Geschwindigkeit der Diagnose bei Eierstockkrebs. Dabei fiel auf: Frauen mit sehr schneller Diagnose und Frauen mit langer Verzögerung hatten eine schlechtere Überlebensrate als Frauen im mittleren Intervall.

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Brustkrebs: Medikament lindert vasomotorische Symptome unabhängig von der Hormontherapie

Brustkrebs: Medikament lindert vasomotorische Symptome unabhängig von der Hormontherapie

Eine neue Datenanalyse der klinischen Studie OASIS 4 belegt, dass das Medikament Elinzanetant vasomotorische Symptome bei Patientinnen mit Brustkrebs unabhängig von der Art der erhaltenen Hormontherapie anhaltend lindert.

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KURZMELDUNGEN:

Die Pronova BKK bietet ihren Versicherten ab sofort Zugang zur App FEMNA Care zur Begleitung bei chronischen Zyklusbeschwerden.
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Die DFG fördert ein Projekt, das die Rolle des Enzyms ADAM17 bei der Entstehung von Chemotherapie-Resistenzen bei Eierstockkrebs untersucht.
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In dem Projekt Trans*power untersucht ein Forschungsteam aus Hannover die Erfahrungen und Bedürfnisse sowohl von trans* Personen als auch von medizinischen Fachleuten.
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TERMINE:

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.04.-25.04.2026
Berlin

Gynäkologie Refresher
07.05.-09.05.2026
Köln

Sommerfortbildung der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Innsbruck
09.05.2026
Wattens (Österreich)

34. Osteoporoseforum
28.05.-30.05.2026
St. Wolfgang im Salzkammergut (Österreich)

 
 

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