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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
um zu verstehen, wie Tumorzellen resistent gegen Therapien werden, benötigen Forscher Tumormaterial von verschiedenen Zeitpunkten im Krankheitsverlauf. Heidelberger Wissenschaftlern ist es nun erstmals gelungen, direkt aus Blutproben von Brustkrebspatientinnen stabile Tumor-Organoide zu kultivieren. Im Gegensatz zu einer Biopsie sind Blutabnahmen einfach und können wiederholt durchgeführt werden. „Damit lässt sich viel besser untersuchen, wie Tumorzellen resistent gegen Therapien werden. Auf dieser Basis können wir neue Behandlungen entwickeln, die möglicherweise auch resistente Tumorzellen gezielt abtöten”, erklärt Prof. Andreas Trumpp vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ.
Viele Frauen erhalten die Diagnose Multiple Sklerose (MS) in einem Alter, in dem sie sich über die Gründung einer Familie Gedanken machen. Doch was bedeuten die Krankheit und ihre Behandlung mit Medikamenten für das Kind? Um diese Frage zu beantworten, analysierten Forscher der Ruhr-Universität Bochum mehr als 3700 Schwangerschaften von an MS erkrankten Frauen. Insgesamt zeigte sich ein erhöhtes Risiko für ein geringes Geburtsgewicht im Verhältnis zur Dauer der Schwangerschaft.
Eine neue Studie der University of Helsinki, Finnland, hat mögliche Zusammenhänge zwischen dem Gewicht der Plazenta sowie dem Gewicht und der Größe der Neugeborenen untersucht. Unter anderem wurde festgestellt, dass Plazenten und Neugeborene aus einem Transfer frischer Embryonen im Durchschnitt kleiner sind als solche aus einem Transfer zuvor kryokonservierter Embryonen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und einen guten Start in das neue Jahr!
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