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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
obwohl ein höherer Body-Mass-Index (BMI) ein bekannter Risikofaktor für Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen ist, war bislang unklar, ob sich dieses Risiko bei Frauen mit und ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes unterscheidet. Eine aktuelle Studie aus Deutschland ergab, dass jeder Anstieg des BMI um 5 kg/m² mit einem um 31 Prozent höheren Brustkrebsrisiko bei Frauen verbunden war, die während der Nachbeobachtung eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickelten. Das Auftreten von Typ-2-Diabetes schien das Brustkrebsrisiko hingegen nicht zu beeinflussen. „Die Studie sollte auch zukünftige Forschungen anregen, Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Vorgeschichte in Gewichtsreduktionsstudien zur Brustkrebsprävention einzubeziehen“, kommentiert Studienleiter Dr. Heinz Freisling.
Eine weitere Studie aus Deutschland beschäftigte sich mit der Frage, wie unterschiedlich Muskeln bei Frauen und Männern arbeiten. Die Forschungsergebnisse zeigen: Männer reagieren mit mehr Stress auf Bewegung. Das zeigte sich an der vermehrten Aktivierung von Stressgenen und am Anstieg des Muskelproteins Myoglobin im Blut. Frauen hatten deutlich höhere Mengen an Proteinen, die für die Aufnahme und Speicherung von Fettsäuren verantwortlich sind: ein Hinweis auf eine effizientere Fettverwertung.
Das könnte Sie auch interessieren: Forscher des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medizin entwickeln derzeit ein Verfahren zur Früherkennung der Adenomyose. Im Fokus der Untersuchung steht der dreischichtige Aufbau der Uteruswand. „Die junktionale Zone, die im Ultraschall immer als feste Größe angesehen wurde, variiert im MRT sowohl innerhalb einer Untersuchung als auch zwischen der Menstruations- und der Ovulationsphase“, berichtet Prof. Matthias May vom Universitätsklinikum Erlangen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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