Ausgabe 11/2026

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Donnerstag, 12. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Ausgabe widmen wir uns Themen rund um verschiedene gynäkologische Tumorerkrankungen. Den Anfang machen neue Daten zu Endometriumpolypen, die wichtige Hinweise für die klinische Praxis liefern. Die aktuelle Analyse zeigt, dass maligne Veränderungen insgesamt selten sind, das Risiko jedoch mit zunehmendem Alter der Patientinnen steigt. Entscheidend für die Beurteilung ist vor allem der Zustand des umgebenden Endometriums, während Größe oder Wiederauftreten der Polypen keine verlässlichen Prädiktoren für ein erhöhtes Krebsrisiko darstellen.

Auch beim Brustkrebs gibt es neue Erkenntnisse mit Relevanz für die Versorgung. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine konsequente antihypertensive Kombinationstherapie bei Frauen mit metastasiertem Brustkrebs mit einem deutlich besseren Überleben assoziiert ist – insbesondere bei hoher Therapieadhärenz. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, Begleiterkrankungen auch im Rahmen einer onkologischen Behandlung konsequent zu adressieren.

Mit der steigenden Zahl von Krebsüberlebenden rücken schließlich auch Fragen der Nachsorge und Lebensqualität stärker in den Fokus. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass eine vaginale Östrogentherapie bei jüngeren Überlebenden eines Endometriumkarzinoms nicht mit einem erhöhten Rezidivrisiko verbunden ist und damit eine wichtige Option zur Behandlung belastender urogenitaler Beschwerden darstellen könnte.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Risikofaktoren für Malignität bei Endometriumpolypen

Risikofaktoren für Malignität bei Endometriumpolypen

Endometriumpolypen sind meist harmlos, doch bei älteren Frauen steigt das Risiko für Krebs. Entscheidend für die Beurteilung ist das Alter und der Zustand des umliegenden Endometriums – Größe und Wiederauftreten der Polypen spielen dagegen kaum eine Rolle.

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Inside HWI 1: HWI, Antibiotikaresistenzen und Mikrobiom

Antibiotikaresistenzen nehmen weltweit zu und Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die mit Antibiotika behandelt werden. Welche Rolle die richtige Indikationsstellung spielt, wie Resistenzen entstehen und welche evidenzbasierten Therapieoptionen es jenseits von Antibiotika gibt, wird im Podcast mit Prof. Gessner besprochen.

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Bluthochdrucktherapie mit besserem Überleben bei metastasiertem Brustkrebs assoziiert

Bei Frauen mit metastasiertem Brustkrebs ist Bluthochdruck eine häufige Begleiterkrankung. Eine aktuelle Studie aus der Fachzeitschrift „Cancer Medicine“ zeigt nun, dass eine konsequente antihypertensive Kombinationstherapie mit einem besseren Überleben bei metastasiertem Brustkrebs assoziiert ist – insbesondere bei guter Therapieadhärenz.

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Emesis gravidarum: Cariban® 10 mg/ 10 mg in neuer 72er-Packung

Bis zu 85 % aller Schwangeren leiden unter Schwangerschaftsübelkeit.1 GynäkologInnen können ihren Schwangeren dagegen Cariban® 10 mg/ 10 mg jetzt auch in der neuen 72er‑Packung verschreiben. Das reduziert Folgerezepte und organisatorischen Aufwand in der Praxis. Cariban® 10 mg/ 10 mg nutzt eine patentierte Retard‑Pellet‑Technologie, die die Wirkstoffe gleichmäßig über 5 bis 6 Stunden freisetzt.

Fachinformation
[1] Madjunkova S et al. (2014) Drugs R&D, 14(1):1–7.

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Vaginale Östrogentherapie nicht mit einem Rezidiv des Endometriumkarzinoms assoziiert

Vaginale Östrogentherapie nicht mit einem Rezidiv des Endometriumkarzinoms assoziiert

Eine amerikanische Studie legt nahe, dass eine vaginale Östrogentherapie nicht nur zahlreiche Wechseljahresbeschwerden wirksam lindert, sondern auch das Risiko eines erneuten Auftretens von Endometriumkarzinomen nicht zu erhöhen scheint. Die Studienergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift „Menopause“ veröffentlicht.

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Pivmelam® 400 mg bei akuter unkomplizierter Zystitis

Pivmelam® 400 mg hochaktiv gegen die häufigsten uropathogenen Erreger, mit gezielter Wirkung in der Blase zur Therapie der akuten unkomplizierten Zystitis, ausgezeichneter Resistenzlage, exzellentem Wirkspektrum und therapiegerechter Packungsgröße. Die Dosierung beträgt 3 x täglich 400 mg über 3 Tage. Gemäß
S3-Leitlinie ist Pivmecillinam als Mittel der Wahl für die empirische Therapie empfohlen.

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TNBC: Zielgerichtete Therapie plus CAR-T-Zellen als neuer Ansatz

Zielgerichtete Therapien plus B7-H3-CAR-T-Zellen könnten laut einer präklinischen US-Studie die frühe Ausbreitung von triple-negativem Brustkrebs verlangsamen.

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„Mach’s zu deinen Wechseljahren“ – eine
neue Initiative

Rund neun Millionen Frauen in Deutschland sind aktuell in den Wechseljahren – und doch wird das Thema oft tabuisiert. Mit der Kampagne „Mach’s zu deinen Wechseljahren“ setzt Besins Healthcare Germany ein Zeichen für mehr Offenheit und Aufklärung rund um diese Lebensphase. Ziel der Initiative ist es, Frauen zu informieren, Hemmschwellen abzubauen und einen selbstbestimmten Umgang mit den Wechseljahren zu unterstützen.

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Brustkrebs: Spiegeln Flüssigbiopsien die Tumorheterogenität wider?

Brustkrebs: Spiegeln Flüssigbiopsien die Tumorheterogenität wider?

Flüssigbiopsien könnten die Diagnostik und Überwachung von Brustkrebs erheblich vereinfachen. Laut einer australischen Studie setzen allerdings nicht alle Tumore gleiche Mengen an DNA frei. Doch auch solide Biopsien können die Tumorheterogenität womöglich nicht präzise genug abbilden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Frühe Schwangerschaftsbiomarker für Entzündung und Stoffwechselregulation beim polyzystischen Ovarialsyndrom.
J Clin Endocrinol Metab 2026 Mar 9:dgag098.

Symptomverbesserung bei Adenomyose-Patientinnen nach ultraschallgeführter Mikrowellenablation oder Uterusarterienembolisation: Eine randomisierte, kontrollierte Pilotstudie.
PLoS One 2026 Mar 9;21(3):e0343949.

Warum führt eine Operation bei endometriosebedingter Unfruchtbarkeit oft nicht zu einer Verbesserung der Schwangerschaftsaussichten?
Hum Reprod 2026 Mar 5:deag028.

Genauigkeit von HPV-Tests beim Nachweis persistierender oder rezidivierender Erkrankungen bei der Nachuntersuchung nach Konisation.
Acta Obstet Gynecol Scand 2026 Mar 9.

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Laut einer neuen Studie lässt sich das Risiko schwerer oder gar tödlicher Herzerkrankungen mithilfe von Künstlicher Intelligenz bei der Analyse von Mammographien vorhersagen.
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Die Anzahl der Frauen mit gesicherten Endometriose-Diagnosen hat sich in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt.
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Arbeiten während der Schwangerschaft sorgt weiterhin für Unsicherheit, doch sachliche Aufklärung zum Mutterschutz kann Ängste mindern und die Weiterarbeit erleichtern.
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TERMINE:

4. Hanseatische GynOnkoTage 2026
20.–21. März 2026
Güstrow

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.–25. April 2026
Berlin

Gynäkologie Refresher
07.–09. Mai 2026
Köln

 
 

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