Ausgabe 33/2025

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Donnerstag, 14. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,

für die Entstehung eines Endometriumkarzinoms waren bisher 16 genomische Risikofaktoren bekannt. Nun haben Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) fünf weitere entdeckt. In ihrer Studie analysierten sie die Daten von rund 17.000 Patientinnen mit Endometriumkarzinom. Eines der neuen Risikogene ist NAV3. Die Wissenschaftler haben es genauer untersucht und festgestellt: Wurde das Gen stillgelegt, so wuchsen die Gebärmutterzellen schneller. Die Relevanz der Ergebnisse erklärt Dr. Thilo Dörk-Bousset von der MHH: „Je mehr verantwortliche Gene wir finden, desto präziser lässt sich die jeweilige Wahrscheinlichkeit berechnen, mit der eine Frau am Endometriumkarzinom erkranken könnte.“
Welche Auswirkungen hat eine ketogene Diät (KD) während der Schwangerschaft? Das ist bislang wenig erforscht. Deshalb führten Wissenschaftler der Veterinärmedizinische Universität Wien, Österreich, ein zehntätiges Mausmodell durch. Das Resultat war eine Reduktion der Wurfgröße und ein unausgewogenes Geschlechterverhältnis: Männliche Nachkommen überlebten häufiger und weibliche Embryonen waren anfälliger für die negativen Effekte der Diät. Die Studie unterstreicht laut den Autoren, dass die erhöhte Anfälligkeit weiblicher Embryonen möglicherweise auf die spezifische Empfindlichkeit weiblicher Plazenten gegenüber diätetischen Veränderungen zurückzuführen ist.
Auch interessant: Eine aktuelle Studie des University of Rochester Medical Center, USA, ist die erste ihrer Art, die die Veränderungen spezifischer Immunzellen beschreibt, die sich zum Zeitpunkt einer Exposition mit per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) noch in der Entwicklung befinden. Die Forschung zeigte, dass bereits nach zwölf Monaten Säuglinge von Müttern mit höherer pränataler PFAS-Belastung signifikant weniger follikuläre T-Helferzellen aufweisen. Die Ergebnisse könnten laut den Forschern dazu beitragen, Interventionsstrategien bei PFAS-Expositionen zu etablieren, um lebenslange Erkrankungen zu verhindern.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
Gebärmutterkrebs: Fünf neue genomische Risikofaktoren entdeckt

Gebärmutterkrebs: Fünf neue genomische Risikofaktoren entdeckt

Eine internationale Studie unter Federführung der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat fünf neue Veranlagungen für das Endometriumkarzinom entdeckt.

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JEMPERLI (Dostarlimab) in der 1L:

Die einzige zugelassene Immuntherapie + Carboplatin-Paclitaxel (CP) mit signifikantem OS-Vorteil (im Vergleich zu Placebo + CP) für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC), für die eine systemische Therapie infrage kommt.1,a (MMRp: Mismatch-Repair-profizient;

MSS: Mikrosatellitenstabilität; OS: Gesamtüberleben.)

Pflichtangaben

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Frühe PFAS-Exposition beeinflusst Entwicklung des Immunsystems

Bereits geringste Mengen von PFAS können die Plazenta und Muttermilch passieren und das sich entwickelnde Immunsystem von Säuglingen verändern. Dies hinterlässt möglicherweise dauerhafte Spuren in ihrer Fähigkeit, Krankheiten abzuwehren.

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Gratis für Gynäkolog:innen: Das KadeFlora® Servicepaket

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Auswirkungen einer ketogenen Diät während der Gravidität bei Mäusen

Auswirkungen einer ketogenen Diät während der Gravidität bei Mäusen

Eine kurze Umstellung auf eine fettreiche, kohlenhydratarme Ernährung während der späten Embryonalentwicklung kann geschlechtsspezifische und langfristige Effekte auf die Nachkommen haben, so eine aktuelle Studie aus Österreich.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals


BMI bei Kindern im Alter von einem bis 18 Jahren, die nach ART mit Transfer frischer und kryokonservierter Embryonen gezeugt wurden: eine systematische Überprüfung und Metaanalysen.
Diagnostischer Ultraschall zur Information über das chirurgische Vorgehen bei Kaiserschnitten bei Patientinnen mit hohem Risiko für Erkrankungen des Placenta-ackreta-Spektrums.
Fetale Wachstumsparameter im Längsschnitt bei Frauen mit hohem Präeklampsierisiko.
Längere Transportzeiten bei Ovarialgewebe für die zentrale Gewebe-Kryobank: Auswirkungen auf die Integrität der Primordialfollikel.
 
 

Prämenstruelle Symptome: Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt

Bei Frauen mit prämenstruellen Symptomen (PMS) besteht ein leicht erhöhtes Risiko, später im Leben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Dies zeigt eine neue Studie des Karolinska Institutet, Schweden.

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Kinderwunsch bei Lupus: Individuelle Diagnostik und Betreuung laut DGRh entscheidend

Kinderwunsch bei Lupus: Individuelle Diagnostik und Betreuung laut DGRh entscheidend

Die Zeiten, in denen Patientinnen mit Systemischem Lupus erythematodes (SLE) generell von einer Schwangerschaft abgeraten werden musste, sind vorbei. Das betont die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh).

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PANORAMA:

Für die Entwicklungshilfe bestimmte Verhütungsmittel sollen nach dem Willen der US-Regierung in einer Müllverbrennung in Frankreich vernichtet werden. Dagegen rührt sich massiver Protest.
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2023 mussten im Vergleich zu 2003 doppelt so viele junge Patientinnen wegen Magersucht oder Bulimie in eine Klinik. Experten nennen die Kontaktbeschränkungen während der Pandemie als Ursache.
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Ein Gynäkologe will ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen des katholischen Klinikträgers nicht hinnehmen und klagt gegen eine Dienstanweisung. Vor dem Arbeitsgericht Hamm scheitert der Arzt.
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TERMINE:

FOMF WebUp Experten-Forum Gynäkologie
17. September 2025
online

Curriculum Menopause Modul II – Frauen „Ü40“
19. September 2025 - 20. September 2025
online

Herbstfortbildung der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Innsbruck
27. September 2025
Innsbruck-Igls, Österreich

29. Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft
7. - 8. November 2025
Frankfurt am Main

 
 

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