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Liebe Leserinnen und Leser,
vergangene Woche ging es unter anderem um Apherese als potenzielle Behandlungsoption bei Präeklampsie. Noch besser wäre allerdings die Möglichkeit, Risikopatientinnen frühzeitig zu identifizieren, um vorbeugende Maßnahmen treffen zu können. Genau hier setzt eine schwedische Kohortenstudie an: Die Forschenden konnten zeigen, dass routinemäßig erhobene Blutwerte bereits Jahre vor einer Schwangerschaft ein erhöhtes Präeklampsie-Risiko aufzeigen können. Schon geringfügige Auffälligkeiten bei Blutzucker, bestimmten Blutfetten und Entzündungswerten waren noch Jahre später mit einem erhöhten Risiko assoziiert. In einem nächsten Schritt soll nun untersucht werden, ob sich auf diese Weise auch andere Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Frühgeburten vorhersagen lassen.
Doch nicht nur erhöhte Blutfettwerte können problematisch sein. Eine neue dänische Studie zeigt, dass das Fehlen der Fettsäure 12-HETE während der Schwangerschaft mit einem um 62 Prozent erhöhten Risiko für kindliches Asthma in den ersten zehn Lebensjahren assoziiert ist. Auch wiederholte Atemwegsinfektionen traten bei betroffenen Kindern häufiger auf. Als mögliche Ursache diskutieren die Forschenden Veränderungen der bakteriellen Besiedlung und der Immunantwort in den Atemwegen. Besonders interessant: Die in früheren Studien beobachtete protektive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren zeigte sich nur bei Schwangeren mit nachweisbaren 12-HETE-Spiegeln. Die Fettsäure könnte damit künftig als Biomarker dienen, um Präventionsmaßnahmen gezielter und individueller einzusetzen.
Auch bei menopausalen Beschwerden rücken metabolische Faktoren zunehmend in den Fokus. Eine US-amerikanische Studie zeigte, dass Frauen mit abdominaler Adipositas nicht nur häufiger, sondern auch stärker unter Wechseljahrsbeschwerden leiden. Besonders ausgeprägt waren Hitzewallungen, Nachtschweiß und Schwindel, aber auch Schlafstörungen und Herzklopfen traten häufiger auf. Zumindest für Insomnie und vasomotorische Symptome gibt es jedoch gute Nachrichten: Eine weitere Studie konnte zeigen, dass eine kognitive Verhaltenstherapie den Schweregrad dieser Beschwerden bei peri- und postmenopausalen Frauen signifikant reduzieren kann. Sie könnte damit eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu medikamentösen Therapien darstellen.
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