Ausgabe 20/2026

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Donnerstag, 14. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

vergangene Woche ging es unter anderem um Apherese als potenzielle Behandlungsoption bei Präeklampsie. Noch besser wäre allerdings die Möglichkeit, Risikopatientinnen frühzeitig zu identifizieren, um vorbeugende Maßnahmen treffen zu können. Genau hier setzt eine schwedische Kohortenstudie an: Die Forschenden konnten zeigen, dass routinemäßig erhobene Blutwerte bereits Jahre vor einer Schwangerschaft ein erhöhtes Präeklampsie-Risiko aufzeigen können. Schon geringfügige Auffälligkeiten bei Blutzucker, bestimmten Blutfetten und Entzündungswerten waren noch Jahre später mit einem erhöhten Risiko assoziiert. In einem nächsten Schritt soll nun untersucht werden, ob sich auf diese Weise auch andere Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Frühgeburten vorhersagen lassen.

Doch nicht nur erhöhte Blutfettwerte können problematisch sein. Eine neue dänische Studie zeigt, dass das Fehlen der Fettsäure 12-HETE während der Schwangerschaft mit einem um 62 Prozent erhöhten Risiko für kindliches Asthma in den ersten zehn Lebensjahren assoziiert ist. Auch wiederholte Atemwegsinfektionen traten bei betroffenen Kindern häufiger auf. Als mögliche Ursache diskutieren die Forschenden Veränderungen der bakteriellen Besiedlung und der Immunantwort in den Atemwegen. Besonders interessant: Die in früheren Studien beobachtete protektive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren zeigte sich nur bei Schwangeren mit nachweisbaren 12-HETE-Spiegeln. Die Fettsäure könnte damit künftig als Biomarker dienen, um Präventionsmaßnahmen gezielter und individueller einzusetzen.

Auch bei menopausalen Beschwerden rücken metabolische Faktoren zunehmend in den Fokus. Eine US-amerikanische Studie zeigte, dass Frauen mit abdominaler Adipositas nicht nur häufiger, sondern auch stärker unter Wechseljahrsbeschwerden leiden. Besonders ausgeprägt waren Hitzewallungen, Nachtschweiß und Schwindel, aber auch Schlafstörungen und Herzklopfen traten häufiger auf. Zumindest für Insomnie und vasomotorische Symptome gibt es jedoch gute Nachrichten: Eine weitere Studie konnte zeigen, dass eine kognitive Verhaltenstherapie den Schweregrad dieser Beschwerden bei peri- und postmenopausalen Frauen signifikant reduzieren kann. Sie könnte damit eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu medikamentösen Therapien darstellen.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Blutwerte Jahre vor Schwangerschaft können Präeklampsie-Risiko anzeigen

Blutwerte Jahre vor Schwangerschaft können Präeklampsie-Risiko anzeigen

Geringfügige Auffälligkeiten bei verschiedenen Blutwerten, die bereits mehrere Jahre vor einer Schwangerschaft vorliegen, stehen in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck und Präeklampsie während der Schwangerschaft.

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Vaginalinfektionen? Mit Sicherheit das Richtige empfehlen.

Vaginale Dysbiosen können bei häufigen Rezidiven und durch zunehmende Resistenzen eine therapeutische Herausforderung darstellen. Aktuelle Leitlinien nennen Antiseptika als sinnvolle Therapiealternative.1,2 octenisept® Vaginaltherapeutikum bietet eine einfache und effektive Behandlung bei bakteriellen und pilzbedingten* Vaginalinfektionen3,4 sowie Mischinfektionen und ist ab dem 2. Trimenon geeignet.

Quellen und Pflichttext

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Mütter, denen eine bestimmte Fettsäure im Blut fehlt, haben häufiger Kinder mit Asthma

Eine neue Studie aus Dänemark zeigt, dass die Fettsäure 12-HETE im Blut schwangerer Frauen mit dem Risiko von Kindern, im Kindesalter Asthma und Atemwegsinfektionen zu entwickeln, in Verbindung steht.

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Neue Real-World Daten zu CDK4/6i+AI in
1L-Therapie

Die Flatiron Health Analyse untersucht die Behandlungsdauer- und -abbruchraten von HR+/HER- mBC Patient:innen unter CDK 4/6i+AI in der Erstlinie nach sIPTW-Adjustierung. Bei Patient:innen, die ab 2017 mit einer 1L-Therapie begannen, wurde mit IBRANCE® eine längere Behandlungsdauer und niedrigere Abbruchraten beobachtet als mit Ribociclib und Abemaciclib.1*

Fachinformation | Referenzen

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Abdominale Adipositas kann zu schwereren Symptomen in den Wechseljahren führen

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Eine neue Studie, die auf Daten der US-amerikanischen „Study of Women’s Health Across the Nation“ basiert, legt nahe, dass abdominale Adipositas zu stärkerer Vergesslichkeit, Reizbarkeit und Nachtschweiß während der Wechseljahre führen kann.

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PraxisApp „Meine GynPraxis“ – digitaler Weg zu Patient:innen

Automatische Erinnerungen an die HPV-Impfung, Bereitstellung von Infomaterial und eine einfache Kommunikation zwischen gynäkologischer Praxis und Patienten – das ermöglicht die PraxisApp „Meine GynPraxis“ und unterstützt so den Praxisalltag.

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Kognitive Verhaltenstherapie gegen Schlafstörungen und Hitzewallungen in den Wechseljahren

Eine neue Studie zeigt, dass eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Intervention kurzfristig signifikante Verbesserungen hinsichtlich des Schweregrads von Insomnie, der Beeinträchtigung durch Hitzewallungen, der Schlaf-Selbstwirksamkeit sowie depressiver Symptome während der Wechseljahre bewirken kann.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Transabdominale Eizellentnahme, wenn der transvaginale Zugang keine Option ist: die Beherrschung einer „egg-zellenten“ Technik.
Fertil Steril 2026 May 8:S0015-0282(26)00269-4.

Algorithmus zur Risikobewertung für Ovarialkarzinome bei prämenopausalen und postmenopausalen Frauen: Eine systematische Übersicht und Metaanalyse.
Women Health 2026 May 8:1–17.

Auswirkungen von Adenomyose und der endomyometrialen Junktionszone auf spontane Frühgeburtsbestrebungen: eine Fall-Kontroll-Studie.
BMC Pregnancy Childbirth 2026 May 11.

Maternales Irisin und emotionale sowie Verhaltensprobleme der Nachkommen: Eine Geburtskohortenstudie.
J Affect Disord 2026 May 8:121946.

 
 
 
Modellstudie zum Antiepileptikum Valproat: Einfluss auf frühe Hirnentwicklung

Modellstudie zum Antiepileptikum Valproat: Einfluss auf frühe Hirnentwicklung

Das erhöhte Risiko für Entwicklungsstörungen des Gehirns bei ungeborenen Kindern durch das Antiepileptikum Valproat ist bekannt. Eine Studie mit im Labor gezüchteten Gewebemodellen des menschlichen Gehirns liefert nun neue Erkenntnisse dazu, wie das Medikament die frühe Gehirnentwicklung beeinflusst.

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KURZMELDUNGEN:

Die Kaiserschnittrate der Klinik-Geburten hat im Jahr 2024 einen Höchststand erreicht.
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Ein interdisziplinäres Team konnte erstmals nachweisen, dass sich die Muster der DNA-Methylierung im frühen Embryo durch universelle dynamische Regeln beschreiben lassen.
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Laut einer großen US-amerikanischen Studie haben unverheiratete Erwachsene ein deutlich höheres Krebsrisiko als Verheiratete.
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TERMINE:

34. Osteoporoseforum
28.–30.Mai 2026
St. Wolfgang im Salzkammergut (Österreich)

 
 

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