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Liebe Leserinnen und Leser,
die psychische Gesundheit während der Schwangerschaft spielt eine entscheidende Rolle – nicht nur für die werdende Mutter selbst, sondern auch für die frühe Entwicklung des Kindes. Eine japanische Kohortenstudie konnte zeigen, dass perinatale Depressionen das Risiko für autistische Merkmale bei Kleinkindern, insbesondere bei Mädchen, erhöhen. Molekulare Analysen ergaben eine verringerte Expression von Oxytocin in den präfrontalen kortikalen Mikroglia gestresster Mütter und eine verringerte Expression von Oxytocinrezeptoren im präfrontalen Kortex ihrer weiblichen Nachkommen. Damit unterstreicht die Studie, wie wichtig es ist, die psychische Gesundheit werdender Mütter zur Priorität zu machen.
Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können sich jedoch nicht nur langfristig auf das Kind auswirken. Laut einer chinesischen Studie könnte die erhöhte Progesteronexposition während der Schwangerschaft eine Normalisierung des Menstruationszyklus bei Betroffenen mit polyzystischem Ovarialsyndrom begünstigen. Welche hormonellen und zellulären Mechanismen genau dahinterstecken, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.
Ganz andere hormonelle Auswirkungen zeigen sich bei Frauen mit funktioneller hypothalamischer Amenorrhö: Der daraus resultierende Östrogenmangel kann zu negativen körperlichen Veränderungen, wie beispielsweise einer verringerten Knochendichte, führen. Eine englische Metaanalyse zeigte nun, dass eine transdermale Hormonersatztherapie die wirksamste pharmakologische Behandlung ist. Orale Hormonersatztherapien hatten ebenso wie die Antibabypille hingegen keinen Einfluss auf die Knochendichte. Die Studien dieser Woche verdeutlichen einmal mehr, wie komplex und vielfältig der Einfluss von Hormonen auf die Gesundheit von Frauen ist.
Ich wünsche Ihnen – falls Sie mitmachen – einen angenehmen Start in die Fastenzeit und wie immer eine spannende Lektüre!
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