Ausgabe 08/2026

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Donnerstag, 19. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die psychische Gesundheit während der Schwangerschaft spielt eine entscheidende Rolle – nicht nur für die werdende Mutter selbst, sondern auch für die frühe Entwicklung des Kindes. Eine japanische Kohortenstudie konnte zeigen, dass perinatale Depressionen das Risiko für autistische Merkmale bei Kleinkindern, insbesondere bei Mädchen, erhöhen. Molekulare Analysen ergaben eine verringerte Expression von Oxytocin in den präfrontalen kortikalen Mikroglia gestresster Mütter und eine verringerte Expression von Oxytocinrezeptoren im präfrontalen Kortex ihrer weiblichen Nachkommen. Damit unterstreicht die Studie, wie wichtig es ist, die psychische Gesundheit werdender Mütter zur Priorität zu machen.

Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können sich jedoch nicht nur langfristig auf das Kind auswirken. Laut einer chinesischen Studie könnte die erhöhte Progesteronexposition während der Schwangerschaft eine Normalisierung des Menstruationszyklus bei Betroffenen mit polyzystischem Ovarialsyndrom begünstigen. Welche hormonellen und zellulären Mechanismen genau dahinterstecken, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.

Ganz andere hormonelle Auswirkungen zeigen sich bei Frauen mit funktioneller hypothalamischer Amenorrhö: Der daraus resultierende Östrogenmangel kann zu negativen körperlichen Veränderungen, wie beispielsweise einer verringerten Knochendichte, führen. Eine englische Metaanalyse zeigte nun, dass eine transdermale Hormonersatztherapie die wirksamste pharmakologische Behandlung ist. Orale Hormonersatztherapien hatten ebenso wie die Antibabypille hingegen keinen Einfluss auf die Knochendichte. Die Studien dieser Woche verdeutlichen einmal mehr, wie komplex und vielfältig der Einfluss von Hormonen auf die Gesundheit von Frauen ist.

Ich wünsche Ihnen – falls Sie mitmachen – einen angenehmen Start in die Fastenzeit und wie immer eine spannende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Psychische Gesundheit der Mutter beeinflusst die frühe neurologische Entwicklung

Psychische Gesundheit der Mutter beeinflusst die frühe neurologische Entwicklung

Perinatale Depressionen bei Müttern erhöhen das Risiko für autistische Merkmale bei Kleinkindern, insbesondere bei Mädchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte japanische Kohortenstudie mit mehr als 23.000 Mutter-Kind-Paaren.

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Mehr Struktur in der
Verzenios®-Therapie – per App

Für Ihre Patient:innen mit Verzenios®: Die MyTherapy App hilft, die Einnahme im Blick zu behalten und Nebenwirkungen zu dokumentieren. Mit dem wiederverwendbaren LillyTap® Chip wird die Tabletteneinnahme per Handy-Tap direkt in der App hinterlegt. Die Nutzung ist kostenfrei.

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Schwangerschaftsprogesteron verbessert die postpartale Regelmäßigkeit der Menstruation

Eine erhöhte Progesteronexposition während der Schwangerschaft könnte zur Normalisierung des Menstruationszyklus bei PCOS beitragen. Eine neue Studie liefert Hinweise auf zugrunde liegende hormonelle und zelluläre Mechanismen und eröffnet Perspektiven für therapeutische Ansätze.

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Die vielfältigen Effekte nutzen und neue Perspektiven eröffnen

Neben einer lebensverändernden Gewichtsabnahme mit Wegovy® 7,2 mg von durchschnittlich ~ 21% (STEP-UP-Studie1,*) zeigte Wegovy® 2,4 mg 81 % Chance auf eine Remission bei Prädiabetes (STEP-10-Studie 3,†). Zudem: 94 % Analogie mit dem menschlichen Sättigungshormon GLP-1.2

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Niedrige Knochendichte bei funktioneller hypothalamischer Amenorrhö - was hilft?

Niedrige Knochendichte bei funktioneller hypothalamischer Amenorrhö - was hilft?

Leiden Frauen an einer funktionellen hypothalamischen Amenorrhö (FHA), kann das ihre Knochendichte negativ beeinflussen. Neue Ergebnisse zeigen, dass eine transdermale Hormonersatztherapie (HRT) helfen kann – im Gegensatz zur Antibabypille.

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5 Adipositas-Mythen – Denken Sie, dass
Sie richtig liegen?

Adipositas ist komplex – und um die Erkrankung ranken sich viele falsche Annahmen, die den Fortschritt der Behandlung erschweren. Entlarven Sie die fünf häufigsten Mythen und finden Sie heraus, welche Rolle der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist Mounjaro®7,* als Therapieoption spielt.

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Die routinemäßige Einnahme von Aspirin beugt schwerer Präeklampsie vor

Die tägliche Verordnung von Aspirin bereits beim ersten Vorsorgetermin in der Schwangerschaft war mit einer insgesamt geringeren Rate an schwerer Präeklampsie assoziiert. Das zeigt neue Forschung, die kürzlich auf dem SMFM-Kongress 2026™ (Society for Maternal-Fetal Medicine) vorgestellt wurde.

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„Mach’s zu deinen Wechseljahren“ – eine
neue Initiative

Rund neun Millionen Frauen in Deutschland sind aktuell in den Wechseljahren – und doch wird das Thema oft tabuisiert. Mit der Kampagne „Mach’s zu deinen Wechseljahren“ setzt Besins Healthcare Germany ein Zeichen für mehr Offenheit und Aufklärung rund um diese Lebensphase. Ziel der Initiative ist es, Frauen zu informieren, Hemmschwellen abzubauen und einen selbstbestimmten Umgang mit den Wechseljahren zu unterstützen.

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Hochdosierte Antioxidantien könnten bei Nachkommen zu Missbildungen führen

Hochdosierte Antioxidantien könnten bei Nachkommen zu Missbildungen führen

Antioxidantien werden oft als Wundermittel vermarktet und sollen unter anderem chronischen Krankheiten und Krebs vorbeugen. Eine aktuelle Studie deutet nun allerdings darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme hoher Dosen von Antioxidantien die Spermien-DNA schädigen und bei Nachkommen die kraniofaziale Entwicklung beeinträchtigen kann.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Neoadjuvante Therapie mit einem Aromatasehemmer und Durvalumab bei postmenopausalen Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs.
Breast Cancer Res Treat 2026 Feb 16;216(1):11.

Zusammenhang zwischen aus dem peripheren Blut des ersten Trimesters abgeleiteten Immunmarkern und dem Risiko für neu auftretende hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: eine retrospektive Kohortenstudie.
Hypertens Res 2026 Feb 17.

Bewegung verringert die Entwicklung des polyzystischen Ovarialsyndroms durch eine verbesserte mitochondriale Proteostase.
Am J Physiol Endocrinol Metab 2026 Feb 16.

Verbesserung der Behandlung von strahleninduzierter vorzeitiger Ovarialinsuffizienz nach Gebärmutterhalskrebs: Eine Initiative zur Verbesserung der Behandlungsqualität.
Int J Radiat Oncol Biol Phys 2026 Feb 14:S0360-3016(26)00389-5.

 
 
 

PANORAMA:

Eine neue Studie zeigt, dass viele gesunde Mütter bei der Geburt Bakterien übertragen, die gegen Antibiotika resistent sind.
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Die erste Geburt verbessert das Wohlbefinden und stärkt das Gefühl von Sinn im Leben – gleichzeitig sinken Lebenszufriedenheit und Partnerschaftsglück.
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Das Forschungsprojekt „KlangKunst – Pränatale Bindungsförderung durch Kunst- und Musiktherapie“ untersucht die Wirksamkeit von Kunst- und Musiktherapie bei Risikoschwangerschaften.
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TERMINE:

FOKO Fortbildungskongress 2026
05.-07.03.2026
Düsseldorf

4. Hanseatische GynOnkoTage 2026
20.-21.03.2026
Güstrow

XXXIV. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie der OEGGG
15.-18.04.2026
Salzburg, Österreich

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.-25.04.2026
Berlin

 
 

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