Ausgabe 04/2026

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Donnerstag, 22. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
Paracetamol in der Schwangerschaft steht weiterhin im Fokus der Diskussion. Eine neue systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von 43 Studien, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „The Lancet Obstetrics, Gynaecology, & Women’s Health“, findet keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Autismus, ADHS oder geistige Behinderungen bei Kindern. Die zuvor berichteten Assoziationen seien eher auf mütterliche Faktoren wie Schmerzen, Fieber oder genetische Einflüsse zurückzuführen.
Ruhende disseminierte Tumorzellen (DTC) gelten als zentraler Treiber von Brustkrebsrezidiven. Eine aktuelle Phase-II-Studie zeigt, dass die Kombination aus Hydroxychloroquin und Everolimus bei DTC-positiven Brustkrebsüberlebenden durchführbar, gut verträglich und mit einer deutlichen Reduktion residueller Tumorzellen assoziiert ist. Die Ergebnisse liefern laut den Autoren einen klinischen Machbarkeitsnachweis für die gezielte Prävention.
Das könnte Sie auch interessieren: Eine Schwangerschaft reduziert die Schubrate bei Multipler Sklerose (MS) um bis zu 80 Prozent. Forscher des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf haben nun erstmals einen neuronalen Signalweg im Hirnstamm identifiziert, über den fetale Signale und Entzündungsreize das periphere Immunsystem gezielt dämpfen. Der neu identifizierte Signalweg eröffnet laut den Autoren vielversprechende Ansätze für neue Therapieverfahren der MS.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
Paracetamol in der Schwangerschaft: Keine Hinweise auf erhöhtes Risiko für Autismus, ADHS oder geistige Behinderungen

Paracetamol in der Schwangerschaft: Keine Hinweise auf erhöhtes Risiko für Autismus, ADHS oder geistige Behinderungen

Laut einer aktuellen Metaanalyse gibt es keine Hinweise darauf, dass die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft das Risiko von Autismus, ADHS oder geistiger Behinderung bei Kindern erhöht.

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Experten-Podcast zum rationalen
Antibiotikaeinsatz

Die WHO schlägt Alarm und fordert ein Umdenken im Antibiotikaeinsatz. Antibiotika-Packungen immer zu Ende nehmen? Diese und weitere Fragestellungen zum Antibiotic Stewardship beantwortet Prof. André Gessner in der fünfteiligen Podcast-Reihe „Antibiotika - Fluch und Segen zugleich“. Praxisnah und kompakt in ca. 10 min pro Folge.

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Prävention von Brustkrebsrezidiven: Ruhende Tumorzellen gezielt bekämpfen

Brustkrebsrezidive könnten sich laut einer randomisierten Phase-II-Studie (NCT03032406) möglicherweise mit Hydroxychloroquin plus Everolimus verhindern lassen.

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Drospirenon mono – geeignet in der Stillzeit und danach

84% der stillenden Frauen bewerten ihre Erfahrungen mit der Drospirenon-Monopille (Slinda®) über mindestens 5 Monate als „sehr gut“ oder „gut“.[13] Auch nach der Stillzeit bleibt Slinda® eine geeignete Option:[7-12] Antiandrogene und antimineralokortikoide Partialwirkungen[3] sowie ein überlegenes Blutungsprofil vs. Desogestrel 75 µg [1,13] sprechen für die Anwendung in dieser Lebensphase.

Fachinformation & Pflichttext

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Schwangerschaft schützt vor MS-Schüben: Gehirn-Immun-Achse unterdrückt Entzündungen

Schwangerschaft schützt vor MS-Schüben: Gehirn-Immun-Achse unterdrückt Entzündungen

Während der Schwangerschaft verringert sich die Häufigkeit von Schüben bei Patientinnen mit Multipler Sklerose (MS) um bis zu 80 Prozent. Forschende haben entdeckt, dass bestimmte Nervenzellen im Hirnstamm Signale des Fötus sowie Entzündungssignale wahrnehmen können und gezielt das periphere Immunsystem dämpfen. Dadurch wird verhindert, dass Entzündungszellen in das Nervensystem eindringen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Genetische Veranlagung zu Übergewicht und Überlebensrate bei Frauen mit Brustkrebsdiagnose.
JAMA Netw Open 13.01.2026

Integratives CRISPR-Screening und RNA-Analysen decken eine essenzielle Rolle der PUF60-Interaktionen mit 3'-Spleißstellen bei der Krebsentwicklung auf.
Cancer Res 18.12.2025.

Vorhersage der Knochenbrüchigkeit in der Perimenopause: Ergebnisse der SWAN-Studie.
J Clin Endocrinol Metab 10.01.2026

Prädiktiver Wert der nach der 24. Schwangerschaftswoche gemessenen Zervixlänge für eine spontane Frühgeburt: Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
AJOG 16.01.2026

 
 

Negative Einflüsse während der Schwangerschaft wirken bis ins Jugendalter

Kinder, die pränatal mehr negativen Einflüssen (APE) ausgesetzt waren, zeigen häufiger Verhaltensprobleme, eine schnellere Ausdünnung der Hirnrinde und mehr depressive Symptome. Das berichten Forschende des Mass General Brigham (USA) in „JAMA Psychiatry“.

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Pränatale und postnatale Feinstaubbelastung erhöhen das Hypertonie-Risiko

Pränatale und postnatale Feinstaubbelastung erhöhen das Hypertonie-Risiko

Luftverschmutzung vor und kurz nach der Geburt erhöht bei Kindern das Risiko für Bluthochdruck. Darauf die deuten die Ergebnisse einer vom NIH finanzierten Studie in den USA.

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PANORAMA:

Mit Beginn dieses Jahres hat Prof. Udo Markert den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin übernommen.
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Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass jugendliche HIV-Patienten auch von injizierbaren intramuskulären antiviralen Medikamenten profitieren.
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Prof. Jalid Sehouli hat für sein Engagement bei der Behandlung von Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.
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TERMINE:

Global Academy Women’s Cancer
30.01.-31.01.2026
Istanbul, Türkei

Curriculum Onkologie – Tumorpatientinnen und -patienten bestmöglich versorgen
13.03.-15.03.2026
Berlin

4. Hanseatische GynOnkoTage
20.03.-21.03.2026
Güstrow

68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft
11.06.-13.06.2026
Berlin

 
 

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