Ausgabe 26/2026

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Donnerstag, 25. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

während die Antibabypille früher standardmäßig selbst jungen Mädchen verschrieben wurde, werden Nutzen und Risiken heute deutlich kritischer hinterfragt. Die Liste möglicher Nebenwirkungen ist lang und reicht von Blutungsstörungen über Stimmungsschwankungen bis hin zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Libidoverlust. Dank einer neuen US-amerikanischen Studie kommt nun ein weiterer möglicher Aspekt hinzu: Die Einnahme oraler Kontrazeptiva war mit einer Zunahme von Binge-Eating-Episoden assoziiert. Besonders betroffen waren Frauen, die bereits weitere Risikofaktoren aufwiesen. Als möglicher Ansatz zur Verringerung der Problematik erwies sich den Autoren zufolge ein Selbstmonitoring mittels täglicher Dokumentation des Essverhaltens.

Doch Hormonpräparate haben nicht nur ihre Schattenseiten. Eine US-amerikanische Studie zeigte nun einen Zusammenhang zwischen einer Hormontherapie in den Wechseljahren und einem insgesamt gesünderen Lebensstil. Frauen ohne Hormontherapie aßen im Durchschnitt weniger Obst und Gemüse, erfüllten seltener die Empfehlungen für Krafttraining und berichteten häufiger über eine schlechte Schlafqualität. Für Letztere diskutieren die Autoren sowohl hormonelle Faktoren, etwa niedrigere Estradiolspiegel, als auch typische Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen als mögliche Erklärungen. Da es sich jedoch um eine reine Beobachtungsstudie handelt und ein Healthy-User-Bias nicht ausgeschlossen werden kann, sind weitere randomisierte Studien erforderlich, um Ursache und Wirkung eindeutig zu klären.

Unerwartete positive Effekte zeigten sich auch für eine zunehmend eingesetzte hormonell wirksame Therapie: So fand eine weitere US-amerikanische Beobachtungsstudie mit mehr als 110.000 Frauen, dass die Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten mit einem um rund 30 Prozent geringeren Brustkrebsrisiko assoziiert war. Zwar erlaubt das Studiendesign keine Aussagen über einen ursächlichen Zusammenhang, die Ergebnisse stärken jedoch die Hoffnung, dass diese Wirkstoffklasse künftig auch in der Brustkrebsprävention eine Rolle spielen könnte. Entsprechende prospektive Studien sind bereits in Planung.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal BIERMANN MEDIZIN. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Neue Studie: Orale Kontrazeptiva können Binge-Eating begünstigen

Neue Studie: Orale Kontrazeptiva können Binge-Eating begünstigen

Eine neue Studie der Michigan State University (USA) ergab, dass die Einnahme von oralen Kontrazeptiva mit einer Zunahme von Binge-Eating-Episoden einhergehen kann – vor allem bei Frauen, die bereits andere Risikofaktoren aufweisen.

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Die vielfältigen Effekte nutzen und neue Perspektiven eröffnen

Neben einer lebensverändernden Gewichtsabnahme mit Wegovy® 7,2 mg von durchschnittlich ~ 21 % (STEP-UP-Studie1,*) zeigte Wegovy® 2,4 mg eine 81 %ige Chance auf eine Remission bei Prädiabetes (STEP-10-Studie 3,†). Zudem: 94 % Analogie mit dem menschlichen Sättigungshormon GLP-1.2

Referenzen & Pflichttext

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Frauen unter menopausaler Hormontherapie weisen häufiger einen gesunden Lebensstil auf

Eine US-amerikanische Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Menopausenstatus, Hormontherapie und Gesundheitsverhalten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen unter Hormontherapie insgesamt einen gesünderen Lebensstil aufweisen.

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Maternale Immunisierung kann Leben retten

Wussten Sie, dass 93 % der Säuglinge unter 3 Monaten mit Pertussis stationär aufgenommen werden müssen und etwa 1 % von ihnen stirbt?1,2 Die maternale Immunisierung gegen Pertussis kann in den ersten Lebensmonaten schützen.3 Die STIKO empfiehlt, Frauen in jeder Schwangerschaft zu impfen - werden Sie aktiv!

Pflichtangaben

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GLP-1-Rezeptoragonisten mit geringerer Inzidenz von Brustkrebs assoziiert

GLP-1-Rezeptoragonisten mit geringerer Inzidenz von Brustkrebs assoziiert

Eine retrospektive Analyse von mehr als 110.000 Frauen im Alter zwischen 45 und 80 Jahren ergab, dass Frauen, die GLP-1-Rezeptoragonisten einnahmen, ein um etwa 30 Prozent geringeres Risiko hatten, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen ohne GLP-1-Therapie.

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Bis zu 10h Verwaltung pro Woche sparen – kostenloser Leitfaden

Bis zu 10 Stunden Verwaltungszeit pro Woche einsparen: Der kostenlose Leitfaden zeigt, wie smarte Digitalisierung Gynäkologinnen und Gynäkologen spürbar entlastet. Online-Terminbuchung rund um die Uhr, automatisierte Patientenkommunikation und KI-gestützte Prozesse reduzieren No-Shows und optimieren die Praxisauslastung – ohne zusätzliches Personal. Praxisnah erklärt, direkt umsetzbar. BSI C5-zertifiziert, ISO 27001, DSGVO-konform.

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Injizierbares Semaglutid könnte die Fruchtbarkeit bei Frauen mit PMOS verbessern

Ein in der Fachzeitschrift „Fertility and Sterility“ veröffentlichter Bericht hebt potenzielle Vorteile von Semaglutid für die Fruchtbarkeit – zusätzlich zur Gewichtsabnahme – bei Frauen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom (PMOS) hervor.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Schmerzen und funktionelle Ergebnisse nach chirurgischer vs. hormoneller Behandlung bei rektovaginaler Endometriose: Eine retrospektive Kohortenstudie.
Arch Gynecol Obstet 2026;313(1):208.

Einfluss des Menstruationszyklus auf das vegetative Nervensystem, die Muskelkraft und die Stimmungslage.
Sci Rep 2026 Jun 20.

Vergleichende Analyse von natürlichen Zyklen und Zyklen mit ovarieller Stimulation bei der intrauterinen Insemination bei verschiedenen Indikationen für Unfruchtbarkeit.
Ann Med 2026;58(1):2688370.

Periphere Zytokine als potenzielle Biomarker für wiederholte Fehlgeburten.
Reprod Fertil 2026;7(2):RAF250152.

 
 
 
Chirurgisch induzierte Menopause verstärkt das Genitourinäre Syndrom der Menopause

Chirurgisch induzierte Menopause verstärkt das Genitourinäre Syndrom der Menopause

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass der durch einen chirurgischen Eingriff bedingte plötzliche Östrogenentzug das Risiko für den Phänotyp des Genitourinären Syndroms der Menopause erhöht – einschließlich sowohl urogenitaler Symptome als auch klinischer Untersuchungsbefunde.

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KURZMELDUNGEN:

Schlaf und Hormonhaushalt hängen eng zusammen – vom Zyklus über die Schwangerschaft und das Wochenbett bis in die Wechseljahre.
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Forschende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein sind auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie für ihre Brustkrebsforschung ausgezeichnet worden.
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Eine norwegische Studie zeigt, dass der Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht der Eltern und dem der Kinder weitgehend durch gemeinsame genetische Faktoren erklärt wird.
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TERMINE:

Gynäkologie Refresher
9.–11. Juli 2026
München

Niedersächsischer Gynäkologentag
29. August 2026
Hannover

36th World Congress on Ultrasound in Obstetrics and Gynecology
4.–7. September 2026
London (Großbritannien)

 
 

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