Ausgabe 09/2026

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Donnerstag, 26. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die medikamentöse Behandlung während der Schwangerschaft birgt stets ein Spannungsfeld zwischen Nutzen und Risiko. Eine internationale Studie zeigt, dass die Einnahme von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs) mit einem erhöhten Risiko für Gestationsdiabetes und frühen Anpassungsstörungen bei Neugeborenen einhergeht. Gleichzeitig war die SSRI-Einnahme mit einem leicht reduzierten Risiko für Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht verbunden. Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie differenziert Nutzen und Risiken abgewogen werden müssen, um eine optimale Versorgung während der Schwangerschaft zu ermöglichen.

Des Weiteren zeigen neue präklinische Ergebnisse für Frauen mit vorzeitigen Wehen Hoffnung: Der entzündungshemmende Wirkstoff Rytvela senkte in einem Mausmodell die Frühgeburtenrate und die Säuglingssterblichkeit. Die Substanz unterband entzündliche Prozesse in Gebärmutter und Plazenta, ohne das Immunsystem der Mutter zu unterdrücken, und ermöglichte so eine sichere Verlängerung der Schwangerschaft sowie eine normale Entwicklung des Fötus. Klinische Studien am Menschen stehen bereits bevor – und könnten neue Perspektiven für die Prävention entzündungsbedingter Frühgeburten eröffnen.

Auch nach der Geburt bleibt die evidenzbasierte Begleitung von Mutter und Kind entscheidend. Neue Empfehlungen der S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ raten dazu, Reifgeborene in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich oder überwiegend zu stillen und die Stillzeit insgesamt auf mindestens zwölf Monate auszudehnen. Damit liefert die Leitlinien eine klare Grundlage für die Beratung in einer Phase, die die kurz- und langfristige Gesundheit des Kindes maßgeblich prägt.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
SSRI in der Schwangerschaft: höheres Gestationsdiabetes-, niedrigeres Frühgeburtsrisiko

SSRI in der Schwangerschaft: höheres Gestationsdiabetes-, niedrigeres Frühgeburtsrisiko

Ein internationales Forscherteam berichtet, dass die Einnahme von selektiven Serotonin-Aufnahme-Inhibitoren (SSRIs) während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Gestationsdiabetes und frühen Anpassungsstörungen bei Neugeborenen verbunden ist. Gleichzeitig war die SSRI-Einnahme mit einem geringeren Risiko für Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht assoziiert.

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Cariban® bei Emesis gravidarum:
stabiler Wirkstoffspiegel

Die patentierte Retard‑Pellet‑Technologie von Cariban® 10 mg/10 mg ermöglicht eine gleichmäßige Wirkstofffreisetzung über 5 bis 6 Stunden. Bei abendlicher Einnahme entfaltet sich so die maximale Wirkung am Morgen, wenn die Symptome einer Emesis gravidarum typischerweise am ausgeprägtesten sind. Der therapeutische Effekt hält insgesamt vier bis sechs Stunden an, abrupte Plasmapeaks werden vermieden. 1,2

Fachinformation
1 ITF Pharma (4/2024) Fachinfo Cariban®.
2 Saz-Leal P et al. (2023) Drugs R D, 23:185–95.

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Wirkstoffkandidat kann Frühgeburt verhindern

Der entzündungshemmende Wirkstoffkandidat Rytvela hat in einem präklinischen Mausmodell nach Einsetzen vorzeitiger Wehen die Frühgeburtenrate und Säuglingssterblichkeit gesenkt. Die derzeitige Standardbehandlung für vorzeitige Wehen konnte keine vergleichbaren Vorteile erzielen.

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E-Learning: Leitfaden zur Aufklärung über VEOZA™

Kennen Sie folgende Situation? Silke (fiktiv) leidet unter ihren moderaten vasomotorischen Symptomen (VMS), lehnt eine Hormonersatztherapie aber aus Angst vor Brustkrebs ab ‒ diese Sprechstunde verspricht anstrengend und zeitraubend zu werden. Für Silke käme VEOZA als hormonfreie VMS-Therapie* in Frage. Machen Sie es sich leichter und lassen sich im E-Learning inspirieren für ein Aufklärungsgespräch mit Ihren Patientinnen!

Fachinformation | Referenzen & Hinweis
MAT-DE-VEO-2025-00286 | Erstellt: Oktober 2025

 
 
 
 
Neue Empfehlungen zur Stilldauer veröffentlicht

Neue Empfehlungen zur Stilldauer veröffentlicht

Reifgeborene Kinder sollten in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich oder überwiegend gestillt werden. Die Gesamtstilldauer sollte darüber hinaus mindestens zwölf Monate betragen. So lauten die Empfehlungen der neuen S3-Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“.

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Indikationserweiterung utrogest® Luteal 200 mg

utrogest Luteal® 200 mg ist ab sofort zugelassen zur Prävention einer Frühgeburt bei verkürzter Zervix.*,1 Die Weichkapseln zur vaginalen Anwendung sind das einzige zugelassene Progesteron-Präparat in dieser Indikation. Empfohlenen sind 200 mg täglich abends vor dem Schlafengehen, etwa von der 20. bis zur 34. Schwangerschaftswoche. Mit utrogest Luteal® 200 mg therapieren Sie leitliniengerecht.2

Referenzen/Hinweise | Pflichttext

200-129
 
 

Ein Lungenkrebsmedikament verbessert die Behandlung von Eierstockkrebs

Eine neue Studie von Forschenden der Mayo Clinic legt nahe, dass Eierstockkrebszellen nach der Behandlung mit PARP-Inhibitoren schnell eine Überlebensreaktion aktivieren. Die Blockierung dieser frühen Reaktion könnte die Wirksamkeit dieser Medikamentenklasse gegen Eierstockkrebs verbessern.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Abweichungen zwischen des anhand der Menstruation und des Ultraschalls bestimmten Schwangerschaftsalters sind mit Chromosomenaberrationen und negativen Schwangerschaftsausgängen verbunden – Ergebnisse einer landesweiten Kohortenstudie.
Acta Obstet Gynecol Scand 2026 Feb 22.

Die oberflächliche (anteriore) Ebene bei der Mastektomie: Eine unterbewertete Randvariable mit Auswirkungen auf das lokale Rezidivrisiko.
Ann Surg Oncol 2026 Feb 22.

Vitamin-D-Mangel beim polyzystischen Ovarialsyndrom: eine retrospektive Studie unter Einbeziehung der Mendelschen Randomisierung.
Clin Exp Reprod Med 2026 Feb 23.

Die Rolle endokriner Dysfunktionen bei Schwangerschaftsverlusten und der modulierende Einfluss genetischer Faktoren: Ein strukturierter narrativer Überblick.
Dis Mon 2026 Feb 21:102088.

 
 
 
Fehlgeburt und Schwangerschaftsabbruch haben keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko

Fehlgeburt und Schwangerschaftsabbruch haben keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko

Vorausgegangene Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch waren in einer neuen finnischen Studie nicht mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs vor oder nach den Wechseljahren verbunden.

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KURZMELDUNGEN:

Frauen, die im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft erhöhte sFlt-1-Werte aufweisen, haben ein erhöhtes Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
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Nicht-ablative Radiofrequenztherapie kann die vaginale Gesundheit und Sexualfunktion beim genitourinären Syndrom der Menopause signifikant verbessern.
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Die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus.
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TERMINE:

FOKO Fortbildungskongress 2026
05.–07. März 2026
Düsseldorf

4. Hanseatische GynOnkoTage 2026
20.–21. März 2026
Güstrow

XXXIV. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie der OEGGG
15.–18. April 2026
Salzburg, Österreich

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.–25. April 2026
Berlin

 
 

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