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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien hat die Auswirkungen einer Kombinations-Immuntherapie gegen Krebs, bestehend aus einer systemischen Gabe des Gewebehormons Interferon (IFN)-I und einer lokalen Imiquimod-Therapie, untersucht. Laut den Forschern deuten die Ergebnisse darauf hin, dass diese Therapie das Potenzial hat, die Behandlungsergebnisse bei oberflächlichen und damit lokal zugänglichen Tumorenwie Brustkrebs und Melanomen und zu verbessern.
Wissenschaftler des Exzellenzcluster „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen“ und der DFG-Forschungsgruppe „miTarget“ erforschen die Funktion des Darmmikrobioms während Schwangerschaft und Stillzeit sowie dessen potenzielle Bedeutung für Patientinnen mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn. In einem Tiermodell stellten sie fest, dass die veränderte Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaft auch eine andere Stoffwechselaktivität nach sich zieht. „Die beobachteten Veränderungen sind mit entzündungsfördernden Prozessen verknüpft. Das heißt, das veränderte Mikrobiom könnte einen Anteil an der beobachteten Entzündungsneigung haben“, erklärt der Studienleiter Prof. Philip Rosenstiel.
Auch interessant: Eine aktuelle Studie vergleicht derzeit die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Anschlusstherapien (Antihormon-Therapie gegenüber Strahlentherapie) nach der Operation bei Brustkrebspatientinnen über 70 Jahren mit nicht metastasierten Luminal A-Tumoren. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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